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Tipps zu Referaten und anderen Präsentationen


Wichtigste Vorbemerkung: Sie halten ein Referat nicht für die Seminarleitung, sondern für Ihre Mitstudierenden: Wir Dozenten/innen kennen Ihr Thema meist schon recht gut (lassen uns aber auch gerne überraschen), während es für alle anderen meist wirklich neu ist. Bitte denken Sie immer an Ihre Zielgruppe.

a) Vorbereitung

  • Konkretisieren Sie Thema, Anforderungen und zeitlichen Rahmen: Sprechen Sie sich genau mit der Seminarleitung ab.
  • Halten Sie Ihren Vortrag zur Probe, evtl. vor dem Spiegel:
    a) Messen Sie die Zeit: Wie lange brauchen Sie, wenn der Vortrag frei und "mündlich" ist? - Bei Zetteln ist das schwer zu schätzen. Falls Sie nur ausformulierte Referate halten können (was Sie sich vielleicht abgewöhnen sollten), dann fügen Sie Intonation, Partikeln etc. so ein, als ob Sie frei reden würden: Derart überarbeitet, dauern 6 Seiten ca. 20 Minuten (bei schnellem Sprechen ohne Pausen).
    b) Wie ist Ihre Körpersprache? (s.u.)

b) Präsentation.
In DaF/DaZ hat die Art und Weise, wie Sie sich vor bzw. in einer Gruppe verhalten, großen Einfluss darauf, wie Sie als Lehrkraft angenommen werden, ob Sie Respekt erhalten, ob Ihnen Fachkompetenz zugeschrieben wird, ob sich die Lernenden in Ihrem Beisein offen und entspannt fühlen etc. Eine angenehme, motivierende Lernatmosphäre ist ein entscheidender Faktor für den Lernerfolg in Ihren späteren Sprachkursen. Üben Sie das ein bisschen in Ihren Referaten, also z.B.:

  • Welcher Einstieg motiviert Ihre Zuhörer/innen?
  • Welche thematischen Aspekte sind wichtig?
  • Wie ist Ihre Körpersprache?

Kriterium 1 - Kontakt mit dem Publikum


Referate sollten relativ frei, also nur mit Notizen gehalten und auf keinen Fall (mit ständigem Blick auf das Papier) abgelesen werden. Nur dann können Sie versuchen, alle Seminarteilnehmer/innen anzusehen (in die Runde blicken oder abwechseln).
Bei ebenen Räumen ist das Sitzen hinter einem Tisch eher ein Distanzsignal (außerdem besteht die Gefahr des Monologisierens). Sie werden auch nicht von allen gesehen. Eine Bitte: Stehen Sie nicht einfach auf und halten Ihren Vortrag im Stehen, ohne sich in irgendeiner Weise zu bewegen: Das wirkt noch viel unnatürlicher.
Zwei Alternativen in Seminarräumen:

  • Herumlaufen: Wenn Sie Zettel haben oder Blätter mit großer Schrift, können Sie sich frei im Raum bewegen. Aber nicht wie eine gefangene Löwin, sondern z.B. zu dem Zweck, mit jeweils unterschiedlichen Zuhörern/innen besser in Kontakt zu kommen. Auch der Gang zum OHP oder zur Tafel bringt etwas Dynamik.
  • Sitzen auf einer Tischkante: Wenn Sie nicht der Typ sind, der sich gerne bewegt, dann sollten Sie sich eine Möglichkeit suchen, erhöht aber entspannt zu sitzen: Dadurch signalisieren Sie ebenfalls Offenheit. Wenn Sie die Beine auf dem Boden lassen, kommen Sie nicht in Gefahr, dass diese nervös hin und her schaukeln.

Kriterium 2 - Dynamisierung
Langes Zuhörern schläfert Ihre Zuhörer/innen ein. Mittel dagegen sind:

  • Einbeziehen des Publikums durch Fragen, direkte Anreden ("Wie ihr euch denken könnt ...") etc.
  • Artikulation: Modulation durch Intonationsveränderungen (nicht so monoton sprechen und Schwerpunktsetzung beachten)
  • Folieneinsatz: bringt Abwechslung, aber nicht übertreiben (auch nicht bei schlechtem Vorbild z.B. durch mich...)
  • Powerpoint: Wenn Sie gut in dieser Technik sind (KEIN Abnudeln von Folien), können Sie auch mit Ihrem Laptop kommen. Bitte geben Sie vorab bescheid, dass Sie unseren Beamer benötigen.
  • Gesten: Verwenden Sie - wie später im Unterricht - nur Gesten, die das Gesagte unterstreichen. Bewegen Sie Ihre Arme und Hände gezielt (notfalls kontrollieren Sie sich einmal vor dem Spiegel).
  • Humor: wo möglich und Ihnen ohnehin leicht fallend (Lehren ist in DaF/DaZ zumindest oft Schauspielen, also können Sie im Studium dafür üben.)

Kriterium 3 - Schwerpunktsetzung
Referate dienen dazu, Ihren Kommilitonen/innen einen Überblick über ein Thema, manchmal auch einen Ansatz oder eine/n Autor/in zu geben. Machen Sie sich bitte klar, dass von Ihrem Vortrag nicht nur Ihre Note abhängt, sondern auch das, was Ihre Kollegen/innen mitnehmen aus dem Seminar. Referate sollten daher immer mit den Seminarleiter/innen inhaltlich gut abgesprochen sein.

Kriterium 4 - Übersichtlichkeit
Bitte verfertigen Sie, wenn es das Thema zulässt, ein Handout, aus dem die Gliederung des Vortrags hervorgeht. Das Handout enthält die wichtigsten Gebiete und Konzepte des Themas, eine Basisbibliographie und gegebenenfalls Beispiele. Ausformulierungen sind hier nicht nötig und nicht erwünscht, sonst lesen Sie vor und Ihre Kommilitonen/innen mit.
Die Länge beträgt i.d.R. 2 Seiten ( = 1 Blatt) und ist nur bei unumgänglichen Beispielen aus Lehrwerken etc. bis zu maximal 6 Seiten (= 3 Blätter) erweiterbar. Es sind aus finanziellen Gründen pro Referat maximal zwei Overhead-Folien möglich.
Die Kopierzeiten der Wissenschaftlichen Hilfskräfte für die Handouts hängen an der Tür aus. Sie können die Handouts auch vorher abgeben bzw. einwerfen.

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