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Praktikumsplätze (6) - Lateinamerika


Hier finden Sie kurze Beschreibungen, die uns die jeweiligen Praktikumsinstitutionen geliefert haben.
Printversionen (als Anlage für Ihren Stipendienantrag) sind angelinkt.


                     Argentinien


Elena Grimm (DAAD-Lektorin)

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I.E.S. en Lenguas Vivas J.R. Fernandez
Departamento de Alemán
Carlos Pellegrini 1515
C1011 Buenos Aires (1704) Buenos Aires
Argentina

1. Kurzbeschreibung der Praktikumssituation

Lehrkräfte: ZfA-Lektor, DAAD-Lektorin, DAAD-Sprachassistentin, deutsche und argentinische Lehrkräfte
Studenten: 80, verteilt auf die beiden Studiengänge Deutsch-als-Fremdsprache Lehramt für alle Schulformen und Übersetzung Deutsch-Spanisch
Semesterlaufzeit: 1. Semester April-Juli; 2. Semester August bis Dezember; Am Semesterende finden jeweils die Abschlussprüfungen statt. Ein Praktikum ist am besten möglich zu Beginn der Semester bis kurz vor den Prüfungen.
Empfohlene Dauer: mindestens 6 Wochen, maximal ein Semester

2. Praktikumsdurchführung

Praktikumsbetreuung erfolgt durch die DAAD-Lektorin und die beiden Leiter der Studiengänge Lehramt und Übersetzung.
Hospitationsmöglichkeiten (nach Absprache mit den Kollegen) können in verschiedenen Kursen angeboten werden; dies sind Sprachkurse (B1- bis C1-Niveau), Literatur, Landeskunde, Geschichte, Sprachwissenschaft, Übersetzungskurse, Kulturwissenschaften etc.
Arbeitsmöglichkeiten: Die Praktikanten können, je nach eigenem Interesse und fachlichem Schwerpunkt zusätzliche Kurse oder Tutorien anbieten. Auch Konversationskurse sowie die Übernahme einzelner Stunden von Kollegen sind möglich.

3. Profil des Bewerbers

DaF- oder Germanistik-Studium (mindestens Bachelor), Studierende anderer geisteswissen-schaftlicher Fächer können bei guter Begründung ein Praktikum ableisten. Unterrichtserfahrung ist zwar wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Solide Spanisch-Kenntnisse sind für die Bewältigung des Alltagslebens unbedingt erforderlich. Flexibilität, Kreativität und eine genaue Vorstellung über die thematisch-methodische Zielsetzung des Praktikums sind Voraussetzung.

4. Allgemeine Informationen

Unterkunft muss selbständig organisiert werden, man muss mit ca. 2500 ARS pro Monat (in Hostels) rechnen. Eine Art Kaution ('depósito'), die im Voraus zu leisten ist, beträgt ca. 2.500 ARS, 3000 ARS sollten als normale Unterhaltskosten (ohne Reisen) eingeplant werden. Ein Visum ist für einen Aufenthalt, der länger als drei Monate dauert, erforderlich.
Leider können wir keine finanzielle Unterstützung leisten, es besteht jedoch die Möglichkeit, sich beim DAAD um ein Stipendium zu bewerben.

Bewerbungsmail mit Lebenslauf an die angegebene Emailadresse (elena.grimm@daad.org.ar)

Stand: 01.2015


                    Bolivien


Katja Wostradowski (nicht DAAD, Koordinator DaF)

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Colegio Alemán "Alexander von Humboldt"
La Prosperina
Casilla / P.O.Box N° 754
Sucre

Tel.: 00591-464-20370

 

Die Deutsche Schule „Alexander von Humboldt“

Die Deutsche Schule „Alexander von Humboldt“ in Sucre ist eine vom Bundesamt für das Auslandsschulwesen geförderte bolivianische Schule mit z.Z. ca. 250 Schülern, die in 12 Jahren einzügig zum bolivianischen Abitur führt. Die Schüler lernen ab der ersten Klasse Deutsch und haben in der 10. Klasse die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Niveaustufe B1 (DSD1) abzulegen.
Der Fachbereich Deutsch besteht aus vier Lehrkräften - einer vom Bundesamt entsandten Bundesprogrammlehrkraft sowie drei einheimischen Ortslehrkräften. Ab der fünften Klasse werden die Lerngruppen in fortgeschrittene und grundständige Schüler geteilt. Deshalb sind die Lerngruppen angenehm klein (zwischen 10 und 15 Lernern). Für schwächere und neue Schüler der Schule wird am Nachmittag eine Deutsch-AG angeboten, um Defizite abzubauen. Außerdem findet für die Absolventen der B1-Prüfung ein Vorbereitungskurs auf die C1-Prüfung statt, die jedoch in La Paz abgenommen wird.
Das sprachliche Niveau ist insgesamt und im Vergleich zu den Deutschen Schulen in La Paz und Santa Cruz sehr niedrig, was auch daran liegt, dass es in Sucre keine deutschsprachige oder deutschstämmige Bevölkerung gibt und der Kontakt zu Deutschland eher gering ist. Dennoch genießt die Deutsche Sprache und Deutschland allgemein ein sehr hohes Ansehen, da es für viele als ein hoch entwickeltes und reiches Land gilt. Dennoch ist das Wissen um die beruflichen Möglichkeiten, welche Kenntnisse in der deutschen Sprache bieten, noch nicht ausreichend genug verbreitet.
Gelehrt wird hauptsächlich nach dem „Deutschmobil“ des Klett-Verlages, von dem allerdings nur die ersten beiden Bände zum Einsatz gelangen. In der Schule gibt es umfangreiches Zusatzmaterial, das bei Bedarf mit eingesetzt werden kann.

Das Praktikum

Das Schuljahr beginnt hier Anfang Februar, ist in Trimester unterteilt und endet Ende November. Im Juni/ Juli gibt es drei Wochen Winterferien. Prüfungen finden jeweils am Ende der Trimester statt, also Ende April, Ende August und Mitte November. Die DSD1-Prüfung wird im September abgelegt. Ein Praktikum ist also bis auf die Monate Dezember und Januar das ganze Jahr über möglich und sollte mindestens drei Monate dauern, wünschenswert wäre auch ein längerer Einsatz.
Das Praktikum kann je nach Neigung und Anforderungen der Uni in allen Lernstufen (1. – 10.Klasse) erfolgen. Hospitationen bei allen Lehrern, begleitete eigene Unterrichtsversuche bis hin zur Übernahme eigener Kurse oder AGs (z.B. Konversationskurs, Landeskundekurs, Prüfungsvorbereitung etc.) sind möglich. Es gibt großen Raum zur Verwirklichung eigener kreativer Projekte. Landeskundeveranstaltungen, Wettbewerbe etc. in Zusammenarbeit mit lokalen kulturellen Institutionen (z.B. Deutsch-Bolivianisches-Kulturinstitut (www.icba-sucre.edu.bo), filmoteca boliviana etc.) sind sehr erwünscht und jederzeit durchführbar. Auch die Mithilfe bei der Organisation und Durchführung landeskundlicher Veranstaltungen wie z.B. Deutsche Ostern, Oktoberfest, etc. ist sehr erwünscht. Eine Betreuung vor Ort findet durch die Programmlehrkraft und die Ortslehrkräfte statt.

Vorraussetzungen der/des Praktikanten/in

Spanischkenntnisse sind für das Praktikum nicht erforderlich, erleichtern aber das Einleben wesentlich. Sprachkurse können an verschiedenen Instituten der Stadt (oder auch privat) günstig besucht werden. Ab diesem Jahr (2009) finden ab August regelmäßige Lehrerfortbildungen mit der DS La Paz statt.
Voraussetzung für das Praktikum ist ein angefangenes Lehramtsstudium mit den Fächern Deutsch mit /oder einer anderen Fremdsprache. DaF-Erfahrung oder allgemeine Unterrichtserfahrung ist sinnvoll, kann aber hier auch reichhaltig gesammelt werden. Immer willkommen ist Landeskundematerial aller Art, z.B. Zeitschriften (Bravo etc.) oder aktuelle Musik und Filme. Menschliche Offenheit, die Bereitschaft, sich auf eine andere Mentalität und Kultur einzulassen sollte ja ohnehin da sein.

Allgemeine Informationen

Der Aufenthalt in Sucre belohnt nicht nur mit reichhaltiger professioneller Erfahrung auf pädagogisch/ didaktischem Gebiet, sondern auch mit einem Einblick in das Leben in einem südamerikanischen Land, das mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat als Deutschland.
Sucre ist die eigentliche Hauptstadt Boliviens, mit ca. 240,000 Einwohnern, und liegt auf 2700 Metern Höhe inmitten einer wunderschönen unberührten Landschaft. 1991 ist die koloniale weiße Innenstadt von Sucre von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Das Leben hier ist angenehm und ruhig: Sucre gilt nicht nur als die schönste, sondern auch als die sicherste Stadt Südamerikas. Die Lebenshaltungskosten sind für Europäer sehr niedrig (ca. 250 Euro/ Monat). Die Sucrenser sind sehr freundlich und Ausländern gegenüber sehr aufgeschlossen. Auch aufgrund der Universität gibt es ein reichhaltiges Nachtleben. Die Umgebung bietet zahlreiche touristische Ziele, Lagunen, Wasserfälle, indigene Webereien etc. Am Wochenende können Reisen zum Salar de Uyuni, der Laguna Colorada oder in andere Städte wie La Paz, Santa Cruz, Potosí oder Cochabamba unternommen werden. Für die aktuellen Visumbestimmungen oder Impfvorschriften (Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben) bitte die Reiseinformationen auf der Seite des Auswärtigen Amtes konsultieren: (www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Bolivien/Sicherheitshinweise.html)

Kontaktaufnahme am besten zunächst über Email

Stand: 03.2014


                     Brasilien


Sabine Reiter (DAAD-Lektorin)

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Casa de Estudos Germânicos (UFPA)
Campus Universitário do Guamá
C. P. 1056
66075-900 Belém, PA
BRASILIEN

Tel. 091-211-1658, 211-1287
Fax: 091-2111683

 

1 Die Universität

Universidade Federal do Pará: gegr. 1957; ca. 38.000 StudentInnen in Belém und an 9 weiteren Standorten in Pará, die 70 bis 1000 km vom zentralen Campus entfernt liegen. An einigen davon werden in unregelmäßigen Abständen auch Deutschkurse angeboten. Der Campus in Belém ist ein weitläufiges von Bäumen bestandenes Areal am Ufer des Rio Guamá.
Casa de Estudos Germânicos: gegr. 1968, 1 DAAD-Lektor, 1 DAAD-Sprachassistent sowie im Moment 9 weitere DozentInnen, darunter eine Deutsche. Die meisten DozentInnen sind fortgeschrittene StudentInnen der Germanistik. Zur Zeit 330 StudentInnen in den Kursen für HörerInnen aller Fachbereiche. Der Unterricht findet auf den Niveaustufen A1 bis B1 statt. Ein Mittelstufenkurs wurde bisher nicht in jedem Semester angeboten. Abschluss der Grundstufe nach sieben Semestern. Die Prüfungen Start Deutsch 1 & 2 sowie das Zertifikat Deutsch können an der Casa abgelegt werden. Außerdem wird der TestDaF angeboten. Uni-Prüfungen 2-3 während des Semesters. Lehrwerke: Schritte international sowie eigene Materialien.
Daneben kann man an der Fakultät für moderne Fremdsprachen ein Germanistikstudium absolvieren, das neben den Sprachkursen auch Kurse in Literaturwissenschaft, Linguistik und Didaktik umfasst. Im Moment sind circa 120 Studierende in den Studiengang eingeschrieben. In den Deutschkursen der Germanistik wird mit Optimal gearbeitet. Es wird angestrebt, dass die GermanistikstudentInnen bis zum Ende ihres Studiums das Niveau B2 ereichen. Semesterferien sind von Mitte Dezember bis Ende Februar sowie von Anfang Juli bis Mitte August.

2 Praktikumsdurchführung

Das Praktikum sollte mindestens drei Monate dauern. Ein Praktikum ist grundsätzlich nur während der Vorlesungszeit möglich.
Sowohl in der Germanistik als auch an der Casa de Estudos Germânicos sind die DozentInnen sehr kooperativ. In den meisten Kursen sind Hospitationen möglich und willkommen. Es besteht weiter die Möglichkeit, wenn Unterrichtserfahrung vorliegt, selbständig Kurse anzubieten. Daneben kann der/die Praktikant/in einen Konversationskurs anbieten, bei der Materialerstellung mitwirken, Tests ausarbeiten oder Aktivitäten wie Rollenspiel o.ä. anbieten. Bei eigenständig erarbeiteten Unterrichtsreihen erfolgt eine Betreuung durch den DAAD-Lektor.
Die Lektoratsstelle in Belém gehört zu den weltweit drei Kulturlektoraten. Das Goethe-Institut überweist jährlich einen Betrag, der ausschließlich für Kulturarbeit bestimmt ist. Bei guten portugiesischen Sprachkenntnissen ist daher auch eine Mitarbeit in der Kulturarbeit möglich. Hier besteht die Möglichkeit, Kontakte zu KünstlerInnen und KulturrepräsentantInnen der Stadt zu knüpfen, und bei der Organisation von Konzerten, Ausstellungen und der alljährlichen "Semana de Cultura Alemã" mitzuhelfen.

3 Profil des Praktikanten/der Praktikantin

• DaF-Studium, Germanistik, Kulturwissenschaften oder Übersetzungswissenschaft Deutsch/Portugiesisch
• Tropentauglichkeit. Sprachkenntnisse möglichst Portugiesisch oder Spanisch
• Unterrichtserfahrung: Ja
• Mitbringsel: Neues Material zur Landeskunde und Musik sind immer willkommen. Eigene Lehrbücher sind auch von Vorteil, da die Bibliothek nur mit wenigen Exemplaren ausgestattet ist

4 Allgemeine Informationen

Wir bemühen uns, geeignete Wohnmöglichkeiten zu vermitteln.
Empfohlene Impfungen: Gelbfieber, Typhus, Hepatitis A. Gegen das Dengue-Fieber, das hier relativ háufig ist, gibt es derzeit noch keine Impfung. Es gibt drei Typen von Dengue, gefährlich ist lediglich Typ 3, der bisher in Belém eher selten ist.
Belém liegt ca. 100 Km. südlich des äquators. Bei einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 30 bis 32 Grad Celsius (nachts ca. 23 bis 26 Grad) empfiehlt es sich, leichte Kleidung mitzubringen. Es regnet vorwiegend in den Monaten Januar bis April. Trotzdem liegt die Luftfeuchtigkeit auch in den übrigen Monaten konstant bei fast 99%.
Nähere Informationen über Stadt und Region können unter http://www.tvliberal.com.br bzw. http://www.oliberal.com.br (alles auf portugiesisch) abgerufen werden.

Stand: 02.2015

 


Norma Wucherpfennig (nicht DAAD)

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Universidade Estadual de Campinas (UNICAMP)
Centro de Ensino de Linguas (CEL)
Cidade Universitária “Zeferino Vaz”
Rua Cora Coralina, 300 - CP 6004
13083-896 Campinas SP
Brasil

Tel ++55-19-3521 1976
Fax ++55-19-3521 1984
http://www.cel.unicamp.br

 

1 Kurzbeschreibung der Universität/Abteilung

* Die UNICAMP zählt, neben der Universidade de São Paulo (USP), zu den besten Universitäten des Landes. Ihr Ruf in der Forschung ist ausgezeichnet. Mehr als 30.000 Studierende zählt sie, etwa je zur Hälfte in der Graduierung (Bachelor-Studiengänge) und in der Postgraduierung (Master- und Doktorandenprogramme).
* DaF: wird am Sprachlehrzentrum unterrichtet, das Kurse für Studierender aller Fakultäten anbietet; es handelt sich um reine Sprachkurse; an der Unicamp gibt es keinen Germanistikstudiengang.
* Die Deutschabteilung besteht derzeit aus 3 Lehrkräften (1 Brasilianer + 2 Deutsche);nationale Referenz für Praxisforschung im Bereich DaF (z.B. im Bereich Lernplattformen/ Blended Learning; Materialentwicklung
* pro Semester ca. 220 Lernende; insgesamt 6 Niveaustufen (Grundstufe A1-B1). Lehrwerk: Blaue Blume (bras. Ausgabe).
* Ansatz: Jenseits des kommunikativen Ansatzes arbeiten wir hauptsächlich ausgerichtet auf die Bedürfnisse eines akademisch-kognitiven Lerners, d.h. es geht weniger darum, die TN auf einen touristischen Aufenthalt vorzubereiten, als vielmehr, ihnen Zugangsmöglichkeiten zu deutschsprachiger Fachliteratur etc. zu verschaffen; Fokus auf rezeptiven Fertigkeiten sowie Lern- und besonders Lesestrategien; bei Kapazität auch Angebot zu Deutsch als Wissenschaftssprache

2 Praktikumsdurchführung

* Zeitraum: das absolute Minimum sind 2-3 Monate, ein längerer Aufenthalt ist aber dringend zu empfehlen; ideal ist ein ganzes Semester: Anfang März bis Ende Juni bzw. Anfang August bis Anfang Dezember.
* Betreuung: durch eine Dozentin; alle Kollegen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung
* Arbeitsmöglichkeiten für PraktikantIn: Hospitation und Unterrichtsversuche in den regulären Kursen, Vertretungen, Kurs in Eigenverantwortung (Konversation, Vorbereitungskurs Zertifikat Deutsch o.Ä. – nur wenn der/die PraktikantIn ein ganzes Semester bleibt!), Lernberatung, Mitarbeit an der Erstellung und Aktualisierung von Zusatzmaterialien, auch im Bereich von Lernplattformen, Organisation von kulturellen Zusatzangeboten
* weitere Angebote vor Ort: - Sprachkurse können als Gasthörer besucht werden (z.B. Portugiesisch als Zweitsprache); - am Goethe Institut São Paulo werden 2-3x pro Semester Seminare zur Lehrerfortbildung angeboten

3 Profil des Bewerbers/der Bewerberin um ein Praktikum

* Fachliche Ausrichtung: DaF und DaF-Didaktik
* Sprachkenntnisse: Portugiesisch von großem Vorteil, denn es spielt bei unserem Ansatz eine wichtige Rolle als Mittlersprache; gute Kenntnisse einer anderen romanischen Sprache (v.a. Spanisch) können auch sehr hilfreich sein; zur Not lässt es sich mit Englisch leben
* Unterrichtserfahrung: vorteilhaft, ist aber nicht Bedingung
* Mitzubringen: frische Ideen sind immer willkommen. 

4 Allgemeine Informationen

* Menschliches: kleines, aber menschlich vielfältiges Team; angenehmes Arbeitsklima.
* In Campinas gibt es keine großen touristischen Attraktionen; in und im Umfeld der Uni gibt es aber über das ganze Jahr Kulturveranstaltungen. Die Metropole São Paulo, wo sich der Großteil des brasilianischen Kulturlebens abspielt, ist nicht weit entfernt.
* Lebenshaltungskosten sind abhängig vom Wechselkurs. Mit ca. 500 Euro im Monat ist zu rechnen, wenn man auch etwas im Land umherreisen will. Es sei bemerkt, dass Brasilien kein „Billig-Land“ ist. Dies macht sich bei Produkten des täglichen Bedarfs bemerkbar, z.B. sind Kosmetika und Milchprodukte etwas teurer als in Deutschland; Früchte etc. sind wiederum günstiger.
* Wohnmöglichkeiten: Campinas ist eine verhältnismäßig teure Stadt. Viele Studenten wohnen in großen WGs in einem Haus zusammen, dabei ist es üblich, dass sie sich Zimmer teilen (zu zweit, manchmal auch zu dritt). Im Moment liegt der Preis für so ein Doppelzimmer bei ca. 400-600 Real, dann incl. Nebenkosten, Internet etc. Einzelzimmer sind - je nach Lage - ab ca. 450 Real zu haben und kleine (bungalow-ähnliche) Apartments kosten ca. 900-1500 Real.
* Aus vorherigen Praktikantengenerationen hat sich ein kleiner Fundus (z.B. Bettzeug, Handtücher) angesammelt, den wir den neuen PraktikantInnen gern zur Verfügung stellen können.
* Klima: Es gibt keine klar voneinander abgegrenzten Jahreszeiten. Das ganze Jahr über ist es tendenziell warm bzw. heiß, mit etwas frischeren Tagen und Nächten besonders im Juni/Juli. Von November – März ist mit viel Regen und Hitze zu rechnen.
* Sicherheit ist ein allgemeines Problem (Überfälle, Einbrüche, Autodiebstähle etc.). Es ist ratsam, die Vorschläge zu Vorsichtsmaßnahmen der Brasilianer zu befolgen, auch wenn das manchmal die gewohnte Bewegungsfreiheit ein wenig einschränkt.
* Visum/Impfungen: Praktikumsvisum über ein bras. Generalkonsulat (Berlin, Frankfurt, München) beantragen, und zwar rechtzeitig. Für den Bundesstaat São Paulo gibt es keine speziellen Impfvorschriften; will man in andere Gebiete reisen, wird z.T. eine Gelbfieberimpfung empfohlen, die aber auch im Land (kostenlos!) gemacht werden kann. Hepatitis A/B empfiehlt sich, sofern noch nicht gemacht.

Stand: 03.2014


Dr. Ute Hermanns (DAAD-Lektorin)

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Universidade Federal do Ceará
Casa de Cultura Alemã
Caixa Postal, 12102
Benfica 60020-180 Fortaleza-CE
Brasil
Tel./Fax: 00-55-85 32144032

 

1 Kurzbeschreibung der Universität/Abteilung

Die Casa de Cultura Alemã (Haus der deutschen Kultur) in Fortaleza gehört zur Universidade Federal do Ceará (UFC), der Bundesuniversität von Ceará (Nordostbrasilien). An ihr wird – größtenteils in Abendkursen – Fremdsprachenunterricht für Studierende der verschiedenen Fächer und für nichtstudentische TeilnehmerInnen angeboten. In den gleichen Räumen und teilweise von den gleichen DozentInnen, nur organisatorisch getrennt, findet vormittags die DeutschlehrerInnen-Ausbildung der Universität (Departamento de Letras Estrangeiras) statt. Neben dem Deutschunterricht organisiert die Casa de Cultura Alemã, namentlich der DAAD-Lektor, ein vielfältiges Kulturprogramm: Filmreihen, Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Seminare zur Sprache und Kultur. Die Kulturveranstaltungen finden teils auf dem Universitätscampus, teils in anderen Aufführungsstätten und Kulturzentren in Fortaleza statt.
Die Casa de Cultura Alemã verfügt über ein eigenes Haus auf dem „Campus de Benefica“ der UFC - ein in Zentrumsnähe gelegener Campus, auf dem alle humanwissenschaftlichen Fachbereiche angesiedelt sind. In der Casa befinden sich insgesamt 6 Unterrichtsräume – Projektoren, DVD und CD Spieler stehen jedem Lehrenden nach formloser Absprache zur Verfügung. Im November 2007 konnte zudem die Casa-eigene Bibliothek (ca. 6000 Bücher aus vielen thematischen Bereichen – darunter: deutsche Literatur, Kunst, Musik; Philosophie und Psychologie) mit dem dazugehörigen Lesesaal eröffnet werden.
Neben der Casa de Cultura Alemã gibt es weitere fremdsprachige Kulturhäuser. Insgesamt lernen ca. 5000 StudentInnen Fremdsprachen an den Kulturhäusern der UFC, hauptsächlich Englisch und Spanisch, etwas weniger Lernende sind es in Französisch, Italienisch und Deutsch (zur Zeit ca. 500). Da es sich um universitäre Kurse handelt, müssen die KursteilnehmerInnen lediglich 60R$ pro Semester an Gebühren zahlen. Eingangsvoraussetzung ist der „ensino fundamental completo“ (in etwa: Sekundarstufe I) und ein Aufnahmetest über Allgemeinwissen und die portugiesische Sprache. Die Zusammensetzung der TeilnehmerInnen ist quotiert: 70% sind UniversitätsstudentInnen, 15% SekundarschülerInnen und 15% sog. „Externe“.
Die Deutschausbildung an der Casa de Cultura Alemã umfasst zur Zeit sieben Semester à 60 Unterrichtsstunden (50min) Grundstufenunterricht. Das Lehrwerk ist „Tangram aktuell“ (3 Stufen à 2 Bücher). Nach einem fakultativen weiteren Semester kann zweimal jährlich das Zertifikat Deutsch als Fremdsprache (ZD) erworben werden. Gegenwärtig sind auch Mittelstufenkurse in Planung, die ab 2008 fest im Curriculum verankert sein werden.
An der Casa de Cultura Alemã unterrichten derzeit zwei hauptamtliche und fünf befristete brasilianische LehrerInnen sowie der Lektor des DAAD. In jedem Semester werden neben kleineren Tests zwei schriftliche und zwei mündliche Prüfungen durchgeführt. Wer ein Semester nicht besteht, kann es einmal wiederholen.
Jedes Semester dauert knapp vier Monate. Normalerweise beginnt das erste Semester Anfang März und dauert bis Anfang Juli; das zweite Semester dauert von Anfang August bis Dezember. Da es im Zuge von inneruniversitären Auseinandersetzungen von Zeit zu Zeit zu Streiks kommen kann, sollten sich PraktikumsbewerberInnen frühzeitig bei der Casa de Cultura Alemã nach den jeweils aktuellen Semesterdaten erkundigen.

2 Das Praktikum

Ein Praktikum sollte ein Semester, also vier Monate, umfassen, Kürzere Praktika sind nicht möglich. Die PraktikantInnen haben die Möglichkeit, eigenverantwortlich – aber mit Betreuung – eine Klasse zu übernehmen. Damit sind sie auch für die Durchführung der Prüfungen und für die Notengebung verantwortlich. Mit diesem System haben wir bislang sehr gute Erfahrungen gemacht, da es den PraktikantInnen die Möglichkeit bietet, in die Lehrerrolle hineinzuwachsen und eigene Ideen auszuprobieren. Für die Stunden- und Semesterplanung, Prüfungserarbeitungen und bei allen Fragen und Problemen steht der Lektor zur Verfügung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei allen KollegInnen der Casa de Cultura Alemã zu hospitieren sowie um LehrerInnen-Hospitationen in den eigenen Unterrichtsstunden zu bitten.
Im regulären Sprachkurs ist das Lernprogramm festgelegt (die jeweiligen Lektionen des Lehrwerks „Tangram aktuell“). Darüber hinaus kann die/der PraktikantIn einen zwei- oder vierstündigen Konversationskurs für Fortgeschrittene anbieten, den die TeilnehmerInnen ohne Notenzwang und Leistungsdruck besuchen können. Mit welchen Inhalten dieser Kurs konkret ausgefüllt wird, hängt von den Interessen der LehrerInnen und Kursteilnehmenden ab.
Da in Fortaleza kein Goethe-Institut existiert, nimmt die Casa de Cultura Alemã auch dessen Funktionen wahr und wird dafür entsprechend bezuschusst (Kulturkoordinator ist der jeweilige DAAD-Lektor). Die PraktikantInnen können sich an der Organisation von Kulturveranstaltungen beteiligen bzw. diese auch selbst initiieren (z.B. Filmreihen, Vorträge, Kurzseminare zu kulturellen und landeskundlichen Fragen). Für kulturelle Aktivitäten stehen sowohl ein kleiner Etat als auch ein Veranstaltungssaal mit Film- und Vidoegeräten, Diaprojektoren, einem Klavier, einem Videoarchiv mit ca. 350 Bändern und vieles mehr zur Verfügung. Die Kulturveranstaltungen werden meistens sehr gut besucht. Für diejenigen, die noch Portugiesischkenntnisse erwerben möchte, bietet die UFC Sprachkurse an. Allerdings ist in der Vergangenheit oftmals kein Kurs für AnfängerInnen ohne Vorkenntnisse zustande gekommen. Es ist also ratsam, bereits mit Portugisisch- bzw. notfalls Spanischgrundkenntnissen anzureisen.

3 Das Profil des/der BewerberIn

Der DAAD fördert vorrangig BewerberInnen des Studienfaches Deutsch als Fremdsprache, wofür ein Praktikum sinnvoll und nötig ist. Für Studierende der Fächer (interkulturelle) Germanistik, Komparatistik oder Kulturwissenchaften ist ein Praktikum in Fortaleza aber ebenfalls interessant. Ein abgeschlossenes Grundstudium wäre wünschenswert. Unterrichtserfahrung ist natürlich nützlich und erleichtert die Übernahme des eigenverantwortlich durchgeführten Unterrichts, jedoch keineswegs zwingend notwendig, obwohl es sich gezeigt hat, dass ohne vorherige Unterrichtserfahrung die ersten zwei Monate ziemlich angstrengend sein können (auf der anderen Seite hat es bislang noch keine unlösbaren Probleme gegeben).
Mitzubringen ist am besten aktuelles Alltagsmaterial: Illustrierte, Comics, Werbesendungen und neue Filme auf DVD; Spiele etc., wobei alles sprachlich einfach, also auf Grundstufenniveau einsetzbar sein sollte.
Die brasilianischen LehrerkollegInnen sind grundsätzlich sehr aufgeschlossen, geduldig, dankbar für jegliches Landeskundematerial und am persönlichen Kontakt interessiert. Sie sind oft musikbegeistert und neugierig auf „typische“ Alltagskultur, wie Essen/Trinken, Sitten und Gebräuche etc., durchaus mit „folkloristischem“ Einschlag.
Die brasilianische Lerntradition ist eher frontal-autoritär, lehrerzentriert und wenig auf Gruppenkommunikation ausgerichtet, obschon in den vergangenen Jahren bereits andere Unterrichtsformen erfolgreich im Kursalltag eingesetzt werden konnten.

4 Allgemeine Informationen

Da die Praktikumsplätze an der Casa de Cultura Alemã begehrt sind, wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen, die zudem wegen der Einladung über die Universität und der Beantragung eines Praktikantenvisums notwendig ist. Die Lebenshaltungskosten sind in Brasilien durchschnittlich etwas höher als in den meisten lateinamerikanischen Ländern.
Wer vor oder im Anschluss an sein/ihr Praktikum andere Landesteile Brasiliens kennenlernen möchte, dem sei empfohlen, sich in Deutschland einen Brasil-Airpass zu besorgen.
Brasilien - besonders das im Vergleich zu anderen Metropolen relativ ungefährliche Fortaleza - ist auch für allein ausreisende Frauen geeignet.
Normeralerweise halten sich auch drei bis fünf deutsche AustauschstudentInnen vom Fachbereich „Regionalwissenschaft Lateinamerika“ der Universität Köln und drei StudentInnen des Fachs „Global Mangement“ der Hochschule Bremen im Rahmen von Austauschabkommen an der UFC auf. Auch für diese ist die Casa de Cultura Alemã Anlaufstelle bzw. einfach der Ort, um im Leseraum der Casa-eigenen Bibliothek einen Blick in den „Spiegel“ zu werfen.
Die Küste des Bundeslandes Ceará ist für ihre paradiesischen Sandstrände berühmt, zu denen unproblematische Busverbindungen bestehen – ideal für Wochenendfahrten. Im Hinterland gibt es, neben dem berühmten trockenen und rauhen „Sertão“, auch Bergregionen mit tropischem Waldbewuchs, in die man sich vor der Hitze flüchten kann.
Fortaleza selbst bietet ein abwechslungsreiches Nachtleben mit Kneipen, Tanz, Musik und ein hervorragend ausgestattetes Kulturzentrum – das Dragão do Mar.
Wegen seiner Äquatornähe hat Fortaleza ganzjährig ein heißes Klima, mit Temperaturen zwischen 24 und 34 Grad. Von Juli bis Januar fällt meistens kein Regen. Wenn es keine Dürre gibt, ist von Februar bis Ende Mai Regenzeit, da kann es an manchen Tagen heftige tropische Güsse geben – heiß bleibt es nichtsdestotrotz. Die Intensität der Sonneneinstrahlung erfordert die Wahl eines möglichst hohen Sonnenschutzfaktors.
Über Impfungen informieren die Tropeninstitute bzw. das Gesundheitsamt. Die medizinische Grundversorgen vor Ort ist gut. Für die Beantragung eines Visums stellt die Casa de Cultura Alemã neben der offiziellen Einladung über den gewünschten Zeitraum auf Deutsch auch eine Version auf Portugisiesch aus, die dann an das jeweilige brasilianische Konsulat weitergeleitet werden kann.

Stand: 03.2014


Dr. Sonja Arnold (DAAD-Lektorin)

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Universidade Federal do Rio Grande do Sul Instituto de Letras
Av. Bento Gonçalves 9500
91540-000 Porto Alegre — RS
Tel: (51) 3316 6696
Fax: (51) 3319 1719
http://www.ufrgs.br/iletras/il_page.htm

 

1 Praktikumsinstitution

Die UFRGS ist bundesstaatlich und wohl die größte (35000 Studenten) und die beste in Rio Grande do Sul.
Setor de Alemão: 6 Lehrkräfte (2 Promovierte), etwa 60 Studenten mit Abschluss Deutschlehrer oder übersetzer - Abschluss vergleichbar mit amerikanischem bachelor).
Studienjahr: 1. Semester: März bis Mitte Juli; 2. Semester: Mitte August bis Dezember.

2 Praktikumsdurchführung

Organisation: Der/die Praktikantin wird von der deutschen Abteilung betreut. Besucht werden können prinzipiell alle Kurse (Deutschkurse, übersetzungen, Literatur, Landeskunde). Eigenamtlich durchgeführt werden können nur inoffizielle Konversationskurse bzw. Teile von anderen Kursen (ebenfalls nur inoffizielle). Eine Bescheinigung für das Praktikum kann auch nur vom deutschen Sektor vorgenommen werden. Offizielle Praktikantenstellen mit dem dazu gehörigen rechtlichen Status können nur bei der Universität beantragt werden, wobei die dafür nötige Bürokratie dies wenig empfehlenswert erscheinen lässt.
Daneben gibt es Arbeit bei der Betreuung der Studierenden, bei der Erstellung von Bibliographien und bei der Unterstützung von Dozenten (evtl. Forschungsprojekte). Es gibt auch in der Nähe eine weitere Ausbildungsstätte für Deutschlehrer, die besucht werden kann

3 Profil des/der Praktikanten/in

Voraussetzungen: Es sollte sich um Germanistik- oder DaF-Studierende handeln mit Erfahrung in der Deutschvermittlung. Portugiesisch oder zumindest gute Spanischkenntnisse sind erforderlich. Große Eingeninitiative, kulturelle Offenheit, Verantwortlichkeit und Geduld sind wie in ganz Lateinamerika ein Muss.

4 Weiteres

* Allgemeines: Brasilien ist mittlerweile nach Kursverlusten des Real ein recht billiges Land, zumindest außerhalb São Paulos.
* Impfungen erfragt man am besten bei einem Tropeninstitut. Gelbfieber, Tetanus und Diphterie sind auch im Süden Brasiliens durchaus empfehlenswert.
* Eine Wohnung kann unter Umständen vermittelt werden. Die Universität selbst besitzt keine Möglichkeiten.

Stand: 03.2014


                     Chile


Anne Biedermann (DAAD-Lektorin)

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Lector DAAD
Universidad de Concepción
Facultad de Humanidades y Arte
Dep. de Idiomas Extranjeros
Casilla 160-C Correo 3
Concepción
Tel.: (0056)41-2204687
Fax: (0056)41-2259108

 

1 Universität

Die Universidad de Concepción ist außerhalb Santiagos die wichtigste und mit 20.000 Studenten die größte Universität in Chile. Innerhalb des Übersetzer- und Dolmetscherstudiengangs wird in der Deutschabteilung der Geisteswissenschaftlichen Universität in vier Jahrgangsstufen Deutsch unterrichtet. Derzeit lernen ca. 160 Studenten Deutsch. Außerdem werden Deutschkurse für Lerner anderer Studiengänge angeboten, wofür sich pro Semester ca. 60 Studenten einschreiben. Neben dem DAAD-Lektor und der DAAD-Sprachassistentin arbeiten noch 8 weitere Dozenten in der Deutschabteilung. Man arbeitet in den verschiedenen Lernstufen mit unterschiedlichen Lehrwerken: Optimal A1 und A2, Themen Neu, em Brückenkurs und em Hauptkurs.

2 Praktikumsbetreuung

Der/die Praktikant(in) bekommt eine Betreuerin oder einen Betreuer zugewiesen, bei dem er im Unterricht zunächst hospitiert, um später eigene Unterrichtseinheiten in Absprache mit dem/der Betreuer(in) vorzubereiten und durchzuführen. Es kann auch jederzeit bei anderen Kursen hospitiert, bzw. betreuter Unterricht durchgeführt werden. Dadurch lernt der/die Praktikant(in) unterschiedliche Lerngruppen auf unterschiedlichem Niveau kennen und kann sich mit den Lehrwerken und der Methodik der DozentenInnen vertraut machen. Neben den DaF-Kursen kann der/die Praktikant(in) auch andere Wahlkurse zur Landeskunde, Deutscher Literatur oder zur Methodik der Übersetzung besuchen.

3 Profil

Der Praktikant sollte aus dem Bereich DaF, Lehramt oder Übersetzung kommen und mindestens zwei Jahre studiert haben. Spanisch oder Unterrichtserfahrung sind keine Voraussetzungen, aber von Vorteil. Ein Praktikum dauert mindestens drei Monate. Die Semester dauern jeweils von März bis Juni und von August bis November.

4 Verschiedenes

Bei der Wohnungssuche kann dem Praktikanten durch den Lektor geholfen werden. Die Universität vermittelt ebenfalls Unterkünfte. Ein Zimmer kostet monatlich ca. 150-200 Euro.

Stand: 03.2014


Hanna Wirnsberger (nicht DAAD)

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Instituto Chileno-Alemán de Cultura
Tucapel 23
Concepcion
Chile
Tel./und FAX : 56 -41- 229287

 

1 Kurzbeschreibung der Universität

*Wir sind z.Zt. vier Lehrerinnen (einheimisch, aber doch deutschsprachig), die hier in Abendkursen (meist 19.00 bis 20.30 Uhr) und auch in Morgenkursen (8.00 bis 9.00 Uhr früh) Erwachsene, hauptsächlich auf Stufe A und B des Europäischen Referenzrahmens, in DaF unterrichten.
*es gibt 60 bis 70 Schüler/innen pro Semester (DaF). Unterrichtet wird Grundstufe in 6 Semesterkursen und einige Schüler/innen in der Mittelstufe, in einer Art Zertifikatskurs. Meist wird auch ein Konversationskurs angeboten.
*Jeder Semesterkurs wird mit einer internen Prüfung abgeschlossen. Außerdem haben die Schüler die Möglichkeit, die Prüfung ZdaF (Goethe-Institut) abzulegen.
*1.Semester: Mitte März bis Mitte Juli 2.Semester: Mitte August bis Mitte Dezember.
*Ein Praktikum sollte mindestens ein Semester dauern, d.h. von März bis Juli oder von August bis Dezember (Anfang Dezember). 

2 Praktikumsdurchführung 

*Außer mir selbst könnten selbstverständlich alle drei weiteren Lehrkräfte Hospitationen mit übernehmen.
*Zusätzliche Hospitationsmöglichkeiten bieten sich an der Deutschen Schule Concepcion (DaF vom Kindergarten bis zur 12. Klasse) und an der Universidad de Concepción, wo man Deutsch als übersetzer/in und als Lehrer/in studieren kann und zusätzlich Kurse für verschiedene Studiengänge der Universität angeboten werden (siehe Lektorat an der Universität Concepcion, z.Zt. von Sophie von Werder besetzt).
*In der Anfangsphase werden die Praktikanten/innen hauptsächlich hospitieren und durch Besprechungen, Hospitation, etc. das Unterrichtssystem hier kennen lernen. In den darauf folgenden Wochen kommt eine Phase, in der man selbst eigene Stunden vorbereiten und durchführen kann. Gemeinsame Vorbereitung und Nachbesprechung mit Betreuerin. In der folgenden Phase sollten nicht nur einzelne Stunden, sondern auch eine größere Einheit von dem/der Praktikant/in durchgeführt werden. Dazu gehört Planung, Durchführung und Auswertung der Einheit. Abhängig von den Interessen und Möglichkeiten, können Praktikanten/innen bei uns auch eigene Mini-Kurse (z.B. Konversation oder Landeskunde) anbieten.
*Im Rahmen der Kulturarbeit unseres Instituts können Praktikanten/innen auch an Planung und Durchführung von Filmvorführungen oder ähnlichem beteiligt sein.

3 Profil des/r Bewerberin um ein Praktikum

*Fachliche Ausrichtung: DaF, Didaktik und Methodik.
*Spanische Sprachkenntnisse nicht unbedingt erforderlich, aber hilfreich für den Aufenthalt hier in der Stadt.
*Unterrichtserfahrung ist nicht unbedingt gefordert. Kann hier erworben werden.
*Mitzubringen: aktuelles Material aus dem täglichen Leben, wie Speisekarten, Ansichtskarten, Tickets von U-Bahn, Bus, Stadtpläne, Zeitschriften könnten von Hilfe sein.

4 Allgemeine Informationen 

*Wohnmöglichkeiten: Zimmer (Art Untermiete) oder eine Wohnung mit Studenten teilen. (150 bis 300 DM)
*ungefähre Lebenshaltungskosten: 300 DM fürs Essen; 200 DM zusätzlich für Busfahren, Kinokarten... Man müsste mit 1000 DM monatlich also bequem über die Runden kommen.
*für Frauen ohne Bedenken geeignet.
*Visum/Impfungen: Man kann ohne Visum einreisen und dann hier ein Visum beantragen, oder aber immer wieder mal ausreisen. Das machen viele. Ist ganz lustig, nach Argentinien über die Grenze... Keine besonderen Impfungen sind Pflicht. Man kann sich vielleicht gegen Hepatitis (Gelbsucht) impfen lassen. Das geht hier auch. Vor allem kann man sich hier die zweite Dosis verabreichen lassen.

Stand: 03.2014


Tina Hoffmann (DAAD-Lektorin)

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Pontificia Universidad Católica de Valparaíso
Programas Internacionales
Avenida Brasíl 2950
Tel.: (0056) 32 2273443

 

1. Beschreibung der Universität und des DAAD-Lektorats

Die Pontificia Universidad Católica de Valparaíso (PUCV) gehört zu den fünf führenden Universitäten in Chile. An ihr studieren etwa 13000 Studierende pro Semster an sieben unterschiedlichen Fakultäten. Es gibt mehr als 50 Postgraduiertenstudiengänge und zurzeit 10 Doktorandenprogramme. Das Lektorat wurde im August 2008 begonnen. Es ist der Abteilung Internationale Programme (Programas Internacionales de Intercambio – PIIE) und dem Akademischen Auslandsamt (Dirección Cooperaciones Internacionales – DCI) angeschlossen. Teilaufgabe des Lektorats ist die Koordination einer Deutschsprachabteilung (PALE- Programa de Alemán). Die Abteilung befindet sich noch im Aufbau, wird aber schon von mehr als 80 Studentinnen und Studenten besucht. Neben dem Lektor sind zwei ausgebildete Kolleginnen an der Sprachabteilung tätig. Es gibt Kurse auf unterschiedlichen Niveaustufen für TeilnehmerInnen aller Fakultäten. Die Nivellierung richtet sich nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Die Kurse werden semestral ausgeschrieben und dauern jeweils von Mitte März bis Mitte Juni und von Mitte August bis Mitte Dezember.

2. Aufgaben des Praktikanten

Hospitation in Kursen verschiedener Niveaustufen. Übernahme einzelner Unterrichtseinheiten. Mitarbeit bei der Entwicklung von Lehrmaterialien vor allem für Fachsprachenkurse und für Workshops zur deutschen Literatur und Kultur. Evtl. Übernahme von Workshops zu den genannten Themen. Mitarbeit im kulturellen Beiprogramm der Abteilung.

3. Leben und Wohnen in Valparaíso

Valparaíso gilt als eine der schönsten Städte Lateinamerikas. Das kulturelle Programm ist sehr vielfältig. Die Hafenstadt und die ländliche Umgebung bieten einen großen Reichtum an Ausflugsmöglichkeiten . Der Badeort Viña del Mar befindet sich direkt nebenan und die Hauptstadt Santiago de Chile ist mit dem Bus in ca. 90-120 Minuten gut zu erreichen. Eine akzeptable Unterkunft ist für ca. 200 Euro zu haben. Daneben sollte man noch mal mit 300 Euro Lebenshaltungskosten rechnen (ohne evtl. Reisepläne). Der Lektor und die Uni helfen gerne bei der Wohnungssuche.

4. Bewerbungsfristen, Bewerbungsvoraussetzungen, Bewerbungsunterlagen und Praktikumsdauer

Interessenten sollten sich bitte bis spätestens Mitte Dezember für ein Praktikum ab März und bis spätestens Mitte Juni für ein Praktikum ab August bewerben. Das Praktikum dauert mindestens die volle Unterrichtszeit von vier Monaten (von März bis Juni und August bis November). Bewerbungen werden unter Einreichung Ihres Lebenslaufs und eines kurzen Motivationsschreibens (beides als PdF) erwünscht. Der Praktikant/Die Praktikantin sollte möglichst im Hauptstudium DaF studieren und möglichst grundlegende Spanischkenntnisse für den Alltag besitzen.

Stand: 03.2014


                     Kolumbien


Elisabeta Kovacs (nicht DAAD)

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Praktikumsangebot Deutsch als Fremdsprache in Kolumbien an der Corporación Universitaria Empresarial Alexander von Humboldt

Beschreibung des Instituts

Die Alexander von Humboldt Universität (Corporación Universitaria Empresarial Alexander von Humboldt) wurde im Rahmen eines GTZ- Projektes der deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit im Jahre 2001 von der lokalen und der Deutsch-Kolumbianischen Industrie- und Handelskammer gegründet. Auf der Basis der Wissenschaftlichen Begleitung durch die Duale Hochschule Mosbach bietet die Universität neben den dualen Studiengängen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieur auch akkreditierte, traditionelle Studiengänge wie Bachelorstudium zum ärztlichen Assistenten, Jura und Psychologie an.
Die Universität bietet Deutsch für ihre Studenten von allen Fakultäten als Wahlfachkurs „Deutsche Sprache und Kultur“ (20-32 Stundenkurs im Semester) und für die örtlichen sowie für die universitätsinternen Sprachinteressierten nach den Europäischen Referenzrahmen geregelte Sprachkurse an. Im Moment bietet die Universität zwei Wahlfachkurse und zwei DaF-Kurse (auf A1 und B1 Niveau) an und hat eine DaF-Lehrerin.
Homepage der Universität: www.cue.edu.co

Praktikumsdurchführung und Betreuung

Wir bieten eine angenehme, fast familiäre Arbeitsatmosphäre und alle Freiheit, kreative und neue Ideen einzubringen.
Das Praktikum beinhaltet neben Hospitationen, Tutorien auch die Möglichkeit, einen eigenen Wahlfachkurs „Deutsche Sprache und Kultur“ und/oder Deutschkurs zu übernehmen. Außerdem sollten für die Kulturarbeit eigene Ideen eingebracht werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Büro der Universität ist wünschenswert, ebenso wie die Bereitschaft, kleinere Aufgaben innerhalb dessen zu übernehmen. Das Praktikum sollte ca. 22-25 Wochenstunden umfassen.
Die Prüfungen sollten in enger Absprache mit dem DaF -Lehrer erfolgen. Dadurch, dass die PraktikantInnen eigene Kurse übernehmen sollten, müssten sie während eines ganzen Semesters zur Verfügung stehen.
Im Institut wird mit dem Lehrwerk „Themen aktuell“ gearbeitet.
Die Semester gehen von Juli bis Dezember und von Januar bis Juni. Innerhalb dieses Zeitraums ist ein fünf - sechsmonatiges Praktikum möglich.
Praktikumsbeginn:10.Febrero.2015
Praktikumsende: aprox 15.Juni.2015

Gegenleistung:

Der PraktikantIn bekommt von der Universität zugewiesene Unterkunft und Mahlzeiten, sowie die lokalen Transportkosten erstattet. Es besteht die Möglichkeit, akademische Kurse an der Universität zu belegen (Anmeldung vor Vorlesungsbeginn) und an den Sport- und Kulturkursen wie Tanzen, Reiten, Tennisspielen etc. kostenlos teilzunehmen. Die Betreuung des Praktikums übernimmt die Verantwortliche des Deutschprogramms .

Profil

· Studium: DaF/ Germanistik/ Fremdsprachendidaktik (idealerweise Deutsch als Muttersprache)
· Unterrichtserfahrung notwendig
· Spanische Sprachkenntnisse (Grundstufe mindestens) sind wünschenswert und sehr hilfreich
· Viel Eigeninitiative, Selbständigkeit, Anpassungsfähigkeit, Spaß an Neuem
· Offenheit für eine andere Kultur, Geduld und Flexibilität wünschenswert
Die Universität ist sehr dankbar für mitgebrachte aktuelle deutsche Musik, Zeitschriften, aktuelles Material, Werbeprospekte, Magazine etc.

Allgemeines

Bei Aufenthalten von über 3 Monaten braucht man ein Visum. Informationen zu den aktuellen Bestimmungen erhält man bei den kolumbianischen Vertretungen in Deutschland.
Für Frauen ist die Provinzstadt absolut sicher.

Über die Stadt

Armenia ist die Hauptstadt des Departements Quindio. Die Stadt verfügt über einen eigenen Flughafen und liegt 290 Kilometer westlich von Bogotá, 243 km von Medellín 190 km von Cali und nur 45 km von Pereira entfernt.
Dieses wichtiges Kaffeeanbau – Gebiet liegt in den Anden (Zentralkordillere) auf 1480 Meter Höhe im Zentrum von Kolumbien. In der Umgebung ist der Kaffee- und Banenanbau bedeutend; der kolumbianische Kaffee-Nationalpark (Parque Nacional del Café) liegt nur wenige Kilometer von Armenia entfernt.
Armenia hat eine der höchsten Lebensqualität im Land, mit einer durchschnittlichen Temperatur von rund 20 - 25 ° C das ganze Jahr über. Seine einzigartige Lage ermöglicht zahlreiche Ausflüge für Naturliebhaber in die Region (Salento, Valle del Cocora, der National- Naturpark: Los Nevados mit dem -5300 Meter hohen Vulkan Ruiz).
Diese wunderschöne Kaffee Kulturlandschaft wurde 2011 zum Weltkulturerbe durch die UNESCO erklärt. (Video: http://www.colombia.travel/es/index.php )
Video über Kolumbien auf Englisch : http://www.youtube.com/watch?v=3ZPzNVwgjVI

Stand: 01.2015


Anita Thirkettle (nicht DAAD)

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Casa Cultural Colombo-Alemana
Centro, Calle Estanco del Aguardiente #5-31
Cartagena de Indias
Bolívar
Colombia/Kolumbien
Tel. 0057-5-66853682

www.colomboalemana.com.co

 

1 Beschreibung des Instituts

Unsere gemeinnützige Stiftung öffnete Ende 2000 ihre Pforten und betreibt seitdem eine aktive Sprach- und Kulturarbeit. Unser Kursangebot der Grund- und Mittelstufe entspricht dem des Goethe-Instituts und in Zusammenarbeit mit diesem führen wir die Prüfungen ZD oder bei Bedarf ZMP durch. Wir arbeiten mit dem Lehrwerk Schritte in der Grundstufe und mit dem Lehrwerk Berliner Platz für die Mittelstufe. Unser Kursbetrieb läuft in Trimestern, Schließungszeiten sind die Karwoche, zwei Wochen im Juli, eine Woche während der Novemberfeiertage und die Zeit zwischen dem 20. Dezember und dem 06. Januar.
Unsere externen Kurse eingeschlossen variiert unsere Kursteilnehmerzahl in der Regel zwischen 50 und 100.
Unsere Kulturgesellschaft wird vom Auswärtigen Amt gefördert und ist die einzige dieser Art in der Karibikregion Kolumbiens.

2 Praktikumsdurchführung und Betreuung

Vorgesehen ist eine Kombination aus Hospitationen über Tandemunterricht bis hin zur eigenständigen Planung, Durchführung und Nachbearbeitung von kompletten Unterrichtsblöcken. Hierbei soll der/die PraktikantIn in allen Kursstufen tätig werden. Studenten, die bereits über Unterrichtserfahrungen verfügen, können eine oder 2 Klassen  selbstständig leiten. Wünschenswert sind auch die (betreute) Organisation von Konversationsgruppen höherer Kursstufen sowie die Konzeption von Kursprojekten und Lernhilfen. Auch bei unseren Kulturveranstaltungen können wir die tatkräftige Mitarbeit unseres/r PraktikantIn sehr gut gebrauchen.
In unregelmäßigen Abständen finden Fortbildungsveranstaltungen von Goethe-Institut Inter Nationes oder vom kolumbianischen Deutschlehrerverband statt. Die Teilnahme daran ist selbstverständlich möglich und erwünscht. Darüber hinaus bieten wir auch eigene Fortbildungsveranstaltungen durch.
Ein/e PraktikantIn sollte sich mindestens für die Dauer von 3 Monaten bewerben. Der Eintrittstermin wird mit der Institutsleitung abgestimmt.

Das Praktikum kann leider nicht vergütet werden, gerne helfen wir aber bei der Organisation der Unterkunft und der Suche nach Finanzierung über Stipendien.

3 Profil

Der/Die BewerberIn sollte im Studium eine Ausrichtung in DaF-Didaktik und -Methodik nachweisen können und die gängigen Lehrwerke kennen. Unterrichtserfahrung ist zwar von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Da unser Programm stark landeskundlich ausgerichtet ist, wäre es von Vorteil, entsprechende Materialien mitzubringen und anzuwenden.
Spanischgrundkenntnisse – besser jedoch sehr gute Spanischkenntnisse – sind von großem Vorteil, nicht nur für das alltägliche Leben, sondern auch für das Praktikum (Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung von Kulturveranstaltungen).
Der/Die KandidatIn sollte die persönlichen Voraussetzungen mitbringen, die allgegenwärtigen großen sozialen Gegensätze verarbeiten zu können und den Menschen mit Geduld und Toleranz zu begegnen. Das beste Rezept ist, sich die ortsübliche Mischung aus Humor und Leichtigkeit anzueignen. Frauen sollten nicht zu empfindlich auf die nicht immer galante Art der Kontaktsuche reagieren.
Das Klima in Cartagena ist für die Karibik typisch tropisch: heiß und feucht mit einer sehr hohen Sonneneinstrahlung. Insbesondere in den Monaten Juli und August kann es sehr schwül werden, der/die KandidatIn sollte keine Zweifel an seiner/ihrer Tropentauglichkeit haben.

4 Allgemeines

Obwohl Cartagena neben San Andrés der am meisten von Touristen besuchte Ort in Kolumbien ist, kann man trotz des im Landesvergleich hohen Preisniveaus relativ günstig leben. Ein Mittagessen ist ab € 2 zu bekommen, man kann aber auch ein Vielfaches dafür ausgeben. Wer das Nachtleben in vollen Zügen genießen will, sollte das entsprechend in seinem Reisebudget vorsehen, denn die Preise hierfür liegen nur geringfügig unter den Europäischen. Die Sicherheit im Altstadtbezirk und in den gehobeneren Wohnvierteln dürfte dem lateinamerikanischen Standard entsprechen. Dennoch sind Vorsichtsmaßnahmen nicht fehl am Platz: Bewegen Sie sich auf der Straße mit Ihrem Tagesbudget, lassen Sie sich vor Ort eine beglaubigte Kopie Ihrer Ausweise anfertigen und bewahren Sie Originale im Safe auf. Sollte Sie die Weiten des atemberaubend schönen und abwechslungsreichen Landes bereisen wollen, sollten sie Flugreisen im Reisebudget verankern. Bei Aufenthalten von über 4 Monaten brauchen Sie ein Visum, erkundigen Sie sich bitte bei den kolumbianischen Vertretungen in Deutschland nach den Bestimmungen. Sollten Sie als Tourist einreisen, müssen Sie das Land verlassen (z. B. in ein Nachbarland), um ein Visum zu beantragen. Neben den üblichen Impfungen sollten Sie sich gegen Hepatitis und Gelbfieber schützen. Eine Malaria Prophylaxe ist nur für Reisen in die Urwaldregionen Amazonas oder Chocó von Nöten.

Stand: 03.2014


Torsten Bol (nicht DAAD)

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Koordinator Bereich DaF
Instituto de Idiomas
Universidad del Norte
Barranquilla, Kolumbien

 

1. Kurzbeschreibung der Institution

Das Instituto de Idiomas, das Spracheninstitut der Universidad del Norte (http://www.uninorte.edu.co/) in Barranquilla, besteht in seiner Form als Fremdsprachenzentrum seit 1996. Zu Beginn ein rein auf Englischunterricht ausgerichtetes Institut, bietet es heute neben Englischkursen auch Deutsch-, Französisch-, Italienisch-, Mandarin-, und Portugiesischkurse an.
In der Deutschabteilung unterrichten neben dem deutschen Leiter z. Zt. 2 weitere Lehrkräfte. Die Zahl der Deutschlernenden beträgt ca. 200 Studenten. Deutschkurse werden zum einen im Pregrado-Studium in zwei Studiengängen mit internationaler Ausrichtung als Wahlpflichtfach angeboten und zum anderen gibt es Deutschkurse, die jedermann offen stehen und daher abends oder samstags stattfinden.
Das Kursangebot entspricht den Niveaustufen A1.1 – B1.2 des „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen“ und sieht einen Abschluss auf Niveau des „Zertifikat Deutsch“ des Goethe Instituts vor.
Die Ausstattung des Instituts ist sowohl hinsichtlich der Lehrmaterialien als auch in technischer Hinsicht überdurchschnittlich gut (u.a. sind sämtliche Unterrichtsräume mit Fernseher, CD-Player und DVD-Player ausgestattet).
Als Lehrwerk dient Optimal A1 – B1 (Langenscheidt), das sich am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert.
Das Studienjahr ist in zwei Semester unterteilt: Mitte Januar bis Ende Mai und Anfang August bis Ende November; Prüfungen finden jeweils am Ende des Semesters statt.

2. Praktikumsdurchführung und Betreuung

Für ein Praktikum eignen sich die Zeiträume: Februar bis Mai oder August bis November; das Praktikum sollte mindestens 2 besser jedoch 3 oder 4 Monate (also ein ganzes Semester) dauern.
Vorgesehen ist eine Kombination aus Hospitationen über eigenständiges Abhalten von Konversationskursen und Tutorien bis hin zur übernahme von einzelnen Unterrichtseinheiten. Die Betreuung dieser Aktivitäten erfolgt normalerweise durch den Leiter des Deutschbereichs, sie kann jedoch auch von anderen Lehrkräften übernommen werden.
Ein Konversationskurs, der jedes Semester angeboten wird, sollte nach Absprache mit dem Betreuer selbständig von dem/der PraktikantIn geplant und durchgeführt werden; vorgesehen sind 2 Stunden wöchentlich. Hospitationen sind – in Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften - in sämtlichen Niveaustufen möglich. Darüber hinaus haben der/die PraktikantIn die Möglichkeit auch selbstständig Unterricht zu planen und zu übernehmen und/oder Tutorien zu geben.
Da das Institut auch kulturell aktiv ist, sollte der/die PraktikantIn auch eigene Kulturaktivitäten durchführen (z.B. deutsches Kino / deutsche Musik / Ausstellungen etc.).

3. Profil der Bewerber

Die Bewerber sollten Germanistik- oder (vorzugsweise) DaF-Studierende sein; Unterrichtserfahrung ist nicht zwingend erforderlich, wäre aber aus o. g. Gründen von Vorteil. Spanischkenntisse sind von großem Vorteil sowohl für das Praktikum als auch für die alltägliche Verständigung.
Vorausgesetzt werden Motivation für die Aufgaben als PraktikantIn und die Bereitschaft, sich auf eine neue Kultur einzulassen.

4. Allgemeine Informationen

Barranquilla ist mit ca. 1,5 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Kolumbiens und liegt am Rio Magdalena, dem längsten Fluss des Landes und etwa 15 Km von der Karibikküste entfernt. Berühmt ist Barranquilla vor allem für seinen Karneval, einem der eindrucksvollsten in Südamerika.
Das Klima ist das ganze Jahr über tropisch heiß, allerdings sorgt in den Monaten Dezember bis März ein frischer Wind für Abkühlung. Regenzeit ist Mai / Juni sowie September bis November.
Das Leben in Barranquilla ist relativ günstig: Wohnmöglichkeiten lassen sich für ca. 100-150 € monatlich finden, ein Mittagessen gibt es schon ab 1 €, so dass man mit 400-500 € im Monat auskommen kann.
Der Sicherheitsgrad ist in den verschiedenen Stadtteilen unterschiedlich – jedoch ist der Norden der Stadt, wo sich auch die Universität befindet, allgemein sehr sicher.
Barranquilla gilt zwar als Küstenstadt, um aber an die nächstgelegenen Strände zu kommen, braucht man etwa eine halbe Stunde mit dem Bus. Beliebte Ausflugsziele sind Santa Marta (etwa 2 Stunden mit dem Bus) und der Nationalpark Tairona (mit den schönsten Stränden Kolumbiens) sowie Cartagena mit seiner wunderschönen Altstadt (ebenfalls 2 Stunden mit dem Bus entfernt).
Bei Aufenthalten von über 3 Monaten braucht man ein Visum. Informationen zu den aktuellen Bestimmungen erhält man bei den kolumbianischen Vertretungen in Deutschland.
Für die Einreise sind keine Impfungen erforderlich, empfohlen werden jedoch Impfungen gegen Gelbfieber und Hepatitis.

!! Ab Augsut 2011 können noch PraktikantInnen aufgenommen werden !! Interessierte können sich an Torsten Bol (E-Mail) wenden!

Stand: 04.2011