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Praktikumsplätze (1) - Afrika /Arab. Länder


Hier finden Sie kurze Beschreibungen, die uns die jeweiligen Praktikumsinstitutionen geliefert haben.
Printversionen (als Anlage für Ihren Stipendienantrag) sind angelinkt.

    

                Ägypten


Dr. Martin Harfmann (DAAD-Lektor)

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Al-Azhar Universität
Kairo

 

1. Kurzbeschreibung der Praktikumsinstitution

Die Al-Azhar Universität ist die älteste islamische Universität und verdankt ihren ehrwürdigen Ruf ihrer Eigenschaft als theologische Institution und Sprechorgan der Sunniten weltweit. Die Al-Azhar ist dabei nicht nur eine Universität, sondern ein ganzes Bildungssystem. Es gibt Azhar-Schulen, in denen bereits die Kinder eine vertiefte islamische Ausbildung erhalten; Branchen der Al-Azhar Schulen und Universitäten sind über das ganze Land verteilt. Absolventen der Al-Azhar Schulen dürfen nur an der Al-Azhar Universität bzw. deren Niederlassungen studieren. So und auch durch die an die Azhar strömenden muslimischen Student(inn)en aus aller Welt, erklärt sich die sehr hohe Zahl von etwa 400.000 Studierenden der Universität. Durch die islamische Prägung werden Männer und Frauen nach wie vor getrennt an unterschiedlichen Abteilungen unterrichtet. Weiterhin wird an der Männer-Fakultät der Sprachen- und Übersetzungsfakultät der Al-Azhar-Universität nicht nur Germanistik, sondern auch der Studiengang “Islamwissenschaft auf Deutsch” angeboten.
Die Zielgruppe eines Germanistik-Studiengangs an der Al-Azhar Universität sind ägyptische Bachelor-Germanistikstudent(inn)en des ersten bis vierten Studienjahres. Im Zentrum der ägyptischen Germanistikausbildung steht neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Sprache und Literatur das Erlernen der deutschen Sprache als Fähigkeit und Fertigkeit. Im ersten und zweiten Studienjahr wird fast ausschließlich Sprachunterricht erteilt, der unterteilt ist in die einzelnen Fächer Grammatik, Gespräch, Landeskunde, Leseverstehen, Phonetik usw. Oft sind die Lehrenden Ägypter(innen), die nicht spezifisch für den DAF-Unterricht ausgebildet sind. Aus diesem Grund können Praktikant(inn)en hier eine große Hilfe sein.

2. Praktikumsdurchführung

Der Praktikumszeitraum sollte ein ganzes Semester umfassen. Das Wintersemester beginnt Mitte September und endet Ende Januar, das Sommersemester geht von Anfang Februar bis Ende Juni (Prüfungszeiträume eingeschlossen). Die Unterrichtszeit dauert jedoch jeweils nur drei Monate – das sollte auch die Mindestaufenthaltszeit für ein(e) Praktikant(in) sein.
In der Anfangsphase besteht die Möglichkeit, nur zu hospitieren. Je nach Unterrichtsvorerfahrung der Praktikant(inn)en kann über Teamteaching bzw. das Unterrichten einzelner Kurssequenzen auf die Übernahme eines eigenen Kurses, wie bspw. eines Konversationskurses, hingearbeitet werden. DAAD-Lektor bzw. DAAD-Sprachassistent(in) können beim Vor- und Nachbereiten der Unterrichtseinheiten helfen, innovative (Unterrichts-)Ideen sind dabei immer sehr willkommen! Weitere Arbeitsfelder sind Materialerstellung, Testausarbeitung, Auf- und Ausbau einer kleinen Bibliothek u.a.

3. Profil des Bewerbers / der Bewerberin um ein Praktikum

Von den Praktikant(inn)en wird eine Ausbildung im Bereich DaF erwünscht, Grundkenntnisse im Unterrichten und Lehrerfahrung wären von Vorteil, können jedoch auch während des Praktikums erworben werden. Erforderlich ist die Zwischenprüfung im jeweiligen Studienfach. Sprachkenntnisse wären weiterhin von Vorteil, sind jedoch nicht Bedingung für das Praktikum.
Praktikant(inn)en sollten am Kulturaustausch zwischen Orient und Okzident interessiert sein, sowie eine hohe Toleranzgrenze, Flexibilität und Belastbarkeit und ein sicheres Auftreten haben.

4. Allgemeine Informationen

Wohnmöglichkeiten gibt es in Kairo genug – bei der Suche können der DAAD-Lektor oder die DAAD-Sprachassistent(inn)en behilflich sein. Was die Lebenshaltungskosten angeht, muss monatlich mit ca. € 150 - 200 für die Zimmerwarmmiete gerechnet werden (es können Zimmer in Wohngemeinschaften gemietet werden), € 50 für Telefon/Internet, etwa € 150 für Lebensmittel. Busse kosten 8 Cent die Fahrt, Metrofahrten 15 Cent. Taxis sind ebenfalls entsprechend günstig. Insgesamt sollten etwa € 500 eingeplant werden.
Das Praktikum ist für alleinreisende Frauen geeignet.

Stand: 02.2014


Sayed Hammam (DAAD-Lektor)

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Deutsches Sprachzentrum
Im alten Campus der Universität Assiut
Assiut, ägypten

 

Beschreibung der Universität

Die Universität Assiut ist eine staatliche Universität mit einem breiten Angebot an Studiengängen. Sie liegt in der oberägyptischen Stadt Assiut, die mit ihrer rund 400.000 Einwohnern etwa 375 km südlich von Kairo entfernt ist. Die Universität Assiut bildet mit 3.600 Lehrenden, die von über 15.000 Verwaltungsmitarbeitern unterstützt werden, etwa 70.000 StudentInnen in 16 Fakultäten und 2 Instituten aus. Sie ist die erste Universität in Oberägypten und gehört zu den ältesten und größten Universitäten ägyptens. 1949 wurde die Universität gegründet. Das Studium begann aber erst 1957, nachdem die ersten Stipendiaten, die die Universität ins Ausland zur Erlagung des Doktortitels entsandt wurden, nach Hause zurückgekommen waren. Die meisten Fakultäten und Verwaltungsbüros der Universität sind vor einigen Jahren auf einen großzügig angelegten neuen Campus umgezogen. Im alten Campus der Universität befindet sich noch das Deutsche Sprachzentrum, das von einem DAAD-Alumnus geleitet wird. Hier werden hauptsächlich Sprachkurse in der Grundstufe (I, II und III) angeboten. Ab dem Wintersemester 2007 werden Kurse in der Mittelstufe organisiert. Die Kurse finden in allen Wochentagen statt, in der Regel am Vor- und Nachmittag. Das Deutsche Sprachzentrum an der Assiut Universität bedient eine große Anzahl von Interessierten an der deutschen Sprache in Oberägypten, vor allem DoktorandInnen und StudentInne verschiedener Universitäten. Es deckt dabei eine große Lücke, die dadurch entstanden ist, dass in Oberägypten keine entsprechenden Sprachinstitute zu finden sind. Außerdem genießt das Deutsche Sprachzentrum hohes Ansehen bei der ägyptischen Studienmission in Kairo. Das verstärkte Interesse an dem Erlernen der deutschen Sprache und am Deutschen Sprachzentrum lassen sich von der Anzahl der Studierenden und der Anzahl der verschiedenen Sprachkurse im Jahre 2007 herauslesen: 377 Studirende und 12 verschiedene Sprachkurse.
Um den Kulturdialog zu fördern, eröffnete das Goethe-Institut am 19 April 2004 im Deutschen Sprachzentrum den ersten "Dialogpunkt Deutsch". Hier gibt es Platz zum Lernen, Diskutieren und für kleinere kulturelle Veranstaltungen. Studierende und interssierte öffentlichkeit in Assiut können sich auch hier über das aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen in Deutschland informieren.

Kursmaterial und Kursbetreuung

Zur Zeit arbeiten wir mit dem Lehrwerk "Stufen international" (3 Bänden) und diversen zahlreichen Zusatzmaterialien. Die Kursen werden von zwei ägyptischen Sprachassistenten, eventuell auch einen Lektor aus der Minia Universität und einem vom DAAD geförderten Ortskraftlektor übernommen. Der Leiter des Deutschen Sprachzentrum, Prof. Dr. Shahin, ist stets um das Beste für das Zentrum bemüht. Er setzt sich dafür ein, Mittel bei der Universitäsleitung zu finden, um neue Lehrkräfte einzustellen und dabei den "Service" im Zentrum zu verbessern.

DaF-Praktikum

- Voraussetzung für ein Praktikum ist ein DaF-Studium oder ein Studium eines verwandten Faches.
- Arabischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht Bedingung. DaF- Praktikanten haben selbstverständlich die Möglichkeit, bei allen Lehrkräften und in allen Stufen zu hospitieren.
- Sie sollten aber auch in der Lage sein eigenständigen Unterricht (etwa 12 Stunden pro Woche) anzubieten.
- Für die Universität in Assiut sind männliche Praktikanten vorzuziehen. Das Leben in Oberägypten ist allgemein weitgehend unproblematisch.
- Das Deutsche Sprachzentrum bietet dem Praktikanten die Unterkunft im Gästehaus der Universität sowie einen Teil der Verpflegung an.

Stand: 02.2014


Prof. Dr. Moushira Suelem (nicht DAAD)

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Misr University for Science and Technology (MUST)

 

1 Beschreibung der Universität

Die Misr University for Science and Technology (MUST) ist eine private Universität Im prosporierenden Vorort von Kairo, 6th October City. An der Sprachen- und Übersetzungsfakultät gibt es die Abteilungen für Englisch, Deutsch, Französisch, Japanisch, Italienisch und Griechisch. Abteilung ist die jüngste deutsche Abteilung in Kairo, gegründet in September 2006.Da die Misr University sehr modern ausgestattet ist und die Institution dem amerikanischen System von akkreditierten Stundenzahl angeordnet ist,sind die Studenten in diesem Sinne in vielen Richtlinien priveligiert. Der Student soll 150 akkredierte Studen absolvieren, um in etwa 4 Jahren einen Bachelor-Abschluss im Bereich Germanistik zu erlangen.Die Kurse variieren sich nach wissenschaftlichem Niveau beginnend mit der Kursnr. 100 und bis zu den weiteren Stufen hinreichend zu der Kursnr.400, wo der Student in der Lage ist, die deutsche Sprache als Fähigkeit und Fertigkeit erlernen kann. Die Sprachlehrveranstaltungen beinhalten verschiedene Bereiche der Sprach- und Literatrwissenschaft. Deutsche Vorkenntnisse sind für die Aufnahme nicht erforderlich, da diese Voraussetzung auch an den anderen Abteilungen vorhanden ist und das Studium dementsprechend orientiert wird. Die Zahl der Bewerber für die deutsche Abteilung ist steigend, was dem wissenschaftlichen Ruf und Image der Institution zu verdanken ist. Neben Deutsch als Hauptfach an der deutschen Abteilung, wird Deutsch als Wahlfach für andere Abteilungen und Fakultäten der Misr University unterrichtet. Am Institut für Germanistik gibt es 80 StudentInnen, die Klassenstärke beläuft sich auf ca. 20 Studenten.

2 Praktikumsdurchführung

Die Dauer der Beschäftigung soll mindestens ein volles akademisches Jahr umfassen, erwünscht 1-3 Jahre. WS : Mitte September – Ende Januar, SS : Mitte Februar – Mitte Juni. Der /die Praktikant (in) soll 2-3 Tage in der Woche unterrichten, monatiges Honorar beträgt 600 Euro, den Praktikant(inn)en ist eine 3-Zimmer Wohnung, mit Telefon- und Netanschluss gratis zur Verfügung gestellt.

3 Profil des Bewerbers / der Bewerberin

Die/der BewerberIn sollte ein abgeschlossenes Studium an einer deutschen Hochschule besitzen , erwünscht im Bereich DaF. Grundkenntnisse im Unterrichten wären von Vorteil, sind aber keine Bedingung. Flexibilität, Geduld und Toleranz sind essentiell für eine erfolgreiche Durchführung des Praktikums..

Interessenten wenden sich bitte an Prof. Dr. Moushira Suelem, msuelem@hotmail.com, tel : 002-0128200251

Stand: 02.2014


Dr. Michael Fisch (DAAD-Lektor)

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Deutsche Abteilung an der Universität Heluan, Kairo
c/o German Academic Exchange Service (DAAD)
11 Sh. Saleh Ayoub
Kairo-Zamalek
Ägypten

 

Beschreibung der Universität

Die Universität Helwan ????? ?????? ist eine staatliche Universität im Süden Kairos mit einem breiten Angebot an Studiengängen. Über 100.000 Studierende sind an zwanzig Fakultäten eingeschrieben. Das Fach Germanistik wird an zwei Fakultäten gelehrt, sowohl an der Philosophischen, die Germanisten ausbildet, und an der Pädagogischen, die für die Deutschlehrer-Ausbildung zuständig ist. Darüber hinaus decken die Kolleginnen und Kollegen der Deutschabteilung auch den Deutschunterricht an der Tourismusfakultät und der Fakultät für Schöne Künste ab. Lehre und Forschung in der traditionellen Germanistik erfolgt sowohl im Teilgebiet Literatur als auch in der Disziplin Linguistik
Die Studierenden an der Universität kommen tendenziell aus der Mittelschicht und sind insgesamt eher traditionell orientiert: Studentinnen und Studenten sitzen meist getrennt und Frauen bekennen (mit Ausnahme der Koptinnen) sich in der Regel zum Kopftuch. Der Frauenanteil liegt bei über neunzig Prozent. Einige Studienjahre haben größere Gruppen von bis zu vierzig Studierenden. An der Philosophischen Fakultät hat das Dekanat inzwischen akzeptiert, dass kleinere Gruppen für ein erfolgreiches Studium notwendig sind, und hat die Immatrikulationsgrenze auf dreißig Studierende reduziert.
Die Lehrveranstaltungen finden in klassischen Hörsälen mit festen Bänken und schlechter Akustik statt. Das Sprachniveau liegt im ersten Semester bei maximal A1 (ERR) und gegen Studiumsende bei maximal B2 (ERR). Gerade in großen Studierenden-Gruppen stellen sich Fragen der Disziplin (Pünktlichkeit, Anwesenheit, Mobil-Telefon etc.). Diese Probleme sind durch selbstbewusstes und klares Auftreten ggf. in Griff zu bekommen.
Semesterzeiten:
WS Mitte September – Mitte Januar
SS Anfang Februar – Mitte Juni

DaF-Praktikum

Voraussetzung für ein DaF-Praktikum ist ein DaF-Studium oder ein Studium eines verwandten Faches. Arabischkenntnisse sind von Vorteil, aber keineswegs Bedingung. DaF-Praktikantinnen und -Praktikanten haben die Möglichkeit, in einigen Lehrveranstaltungen zu hospitieren. Sie sollten durchaus in der Lage sein, eigenständige Seminare anzubieten. Für ein Praktikum kommen daher Bewerberinnen und Bewerber in Frage, die bereits über ausreichend DaF-Erfahrung verfügen. Aufgrund der oben beschriebenen Unterrichtssituation sind ein gesundes Selbstbewusstsein und eine laute Stimme unerlässlich. Sie sollten zudem über die Bereitschaft verfügen, sich sensibel in einer stark islamisch geprägten Gesellschaft zu verhalten. Dies betrifft z.B. die Kleidung: Frauen sollten sich eher „zurückhaltend“ kleiden - in transkultureller Hinsicht bedeutet das, dass dekolletierte Ausschnitte, enge Kleidungsstücke als auch Textilien, die Schultern und Knie frei lassen zu vermeiden sind. Ein Kopftuch ist keine Pflicht. Im Großen und Ganzen ist das Leben an der Universität Helwan wie in der Stadt Kairo unproblematisch. Für wissenschaftlich interessierte PraktikantInnen besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an den von DAAD-Lektorinnen und -Lektoren angebotenen Kolloquien für Abschlusskandidaten und Dozentinnen und Dozenten der ägyptischen Germanistik teilzunehmen, die in der DAAD-Außenstelle in Kairo-Zamalek stattfinden.

Achtung: Wir können nur PraktikantInnen aufnehmen, die bereit sind, ein ganzes Semester (3-4 Monate; Semesterzeiten s.o.) bei uns zu bleiben!Wohnungssuche und Einreisevisum sollten selbständig und lange im voraus geklärt sein. Bitte rechtzeitig bewerben, da die "Dienstwege" an Hochschulen Zeit benötigen.

Bewerbung:

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung die folgenden Unterlagen bei:
• Anschreiben
• Lebenslauf mit Lichtbild
• Abschluss- oder Zwischenzeugnis
• Nachweis über bisherige Tätigkeiten bzw. praktische Erfahrungen

Stand: 08.2013


            Algerien


Anna Kloska (DAAD-Lektorin)

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Université d’Oran
Algerien
E-Mail: daad.oran@web.de
Tel.: 00213/ 774 636273

 

1. Praktikumssituation

Die Germanistikabteilung der Universität Oran bietet zwei verschiedene Systeme an, von denen das LMD-System bis zum Doktor der Germanistik führt. An der Abteilung unterrichten insgesamt ca. 30 algerische Lehrkräfte (die Hälfte fest angestellt) ungefähr 800 Studierende. Unterrichtsschwerpunkte sind von den Studierenden wählbar (Landeskunde, Literatur, Didaktik) in den ersten beiden Jahren, konzentriert sich der Unterricht auf Spracharbeit mit dem Lehrwerk Lagune. Die algerischen Schüler haben 2 Jahre Deutschunterricht (Wahlfach), was jedoch keine Voraussetzung für das Germanistikstudium ist (demnach niveaubezogen keine homogenen Gruppen).
Die Semester sind unterschiedlich lang. Das Wintersemester beginnt meistens im Oktober und geht bis März (zwei Wochen Winterferien und eine Woche Eid El Kebir eingeschlossen). Das Sommersemester beginnt Mitte März/Anfang April und geht bis Juni (anschließend Abschlussprüfungen).Das Praktikum sollte ein Semester dauern.

2. Praktikumsdurchführung

Die Betreuung wird überwiegend vom DAAD-Lektorat übernommen, Praktikanten können auch in die Büroarbeit des Lektorats eingewiesen werden, sowie an Sprechstunden für Studierende teilnehmen. Es wird gewünscht, dass Praktikanten Projekte für die Studierenden anbieten u.a. Konversationskurse, Filmabende, Einführung in wissenschaftliches Arbeiten… Zusätzlich können Blockseminare an der Universität Sidi Bel Abbes angeboten werden (ca. 80 Km von Oran entfernt). Da dort keine Muttersprachler unterrichten, wären Landeskundekurse sehr erwünscht. Betreuung vor Ort ist gewährleistet. In Oran können einzelne Unterrichtsstunden übernommen werden, Hospitationen bei verschiedenen Lehrkräften sind möglich, auch Betreuung und Hilfestellung bei den Abschlussarbeiten der Studierenden ist gerne gesehen. Praktikanten können in der Sprachschule Sibawaih umsonst Französischkurse besuchen, wenn sie im Gegenzug einen Deutschsprachkurs übernehmen.

3. BewerberInnenprofil

Studium der Germanistik, möglichst Muttersprachler/in. Kenntnisse der französischen Sprache sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig. Unterrichts- Landeskundematerialien sollten unbedingt mitgebracht werden, da vor Ort größtenteils nicht verfügbar. Bewerber sollten Auslandserfahrung haben.

4. Allgemeines

Praktikantinnen kann das Gästezimmer in der Wohnung der DAAD-Lektorin umsonst zur Verfügung gestellt werden (W-LAN vorhanden), auch ein Wohnheimzimmer ließe sich u.U. organisieren. Selbstständige Wohnungssuche ist größtenteils ausgeschlossen (Wohnraummangel). Mieten und Lebensmittel sind vergleichsweise hoch, durchschnittliche Lebenshaltungskosten belaufen sich pro Monat auf mindestens 300 Euro. Frauen können in Algerien ohne Probleme allein reisen, sollten sich jedoch den für die arabische Welt geltenden Kleidungsstandards einigermaßen anpassen. Das Visum muss beim Konsulat oder der Botschaft rechtzeitig und mit vollständigen Unterlagen beantragt werden, eine offizielle Einladung der Universität ist notwendig für die Genehmigung.

Stand: 02.2014


             Benin


Friederike Heinz (DAAD-Lektorin)

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Name: Friederike Heinz (DAAD-Lektorin)
Département d'Études Gérmaniques
F.L.A.S.H., Université d'Abomey-Calavi, Benin
Tel.: +229 - 96 72 72 18
Mail: daad.benin@gmail.com

1. Das Studium am Département d’Etudes Germaniques an der Université d’Abomey-Calavi, Benin

. Die Deutschabteilung bietet derzeit nur den Licence-Studiengang an, jedoch soll sich das im nächsten Jahr ändern und das Angebot zusätzlich um ein Masterstudium ergänzt werden. Im ersten Studienjahr belegen die StudentInnen vorwiegend sprachpraktische Veranstaltungen wie Sprach-, Grammatik-, und Phonetikkurse und Einführungen in Landeskunde, Literaturwissenschaft und Übersetzen.

Die Zahl der Studierenden ist pro Jahr sehr hoch, weswegen die Vorlesungssäle oft hoffnungslos überfüllt sind. Aufgeschlüsselt sehen die Zahlen folgendermaßen aus.

Licence:
1. Studienjahr ca. 400
2. Studienjahr ca. 200
3. Studienjahr ca. 90

Der Beginn des Wintersemesters liegt Anfang Oktober. Mitte Januar endet das Wintersemester, die Prüfungen finden Ende Januar statt. Das Sommersemester geht von Ende Februar bis Mitte Juni. Mit Planänderungen (z.B. wegen studentischer Streiks) muss man jedoch immer rechnen.

Das Kollegium besteht derzeit aus fünfzehn Dozenten, der DAAD-Lektorin und einer Sprachassistentin.

Die Lehrveranstaltungen des Studiengangs „Germanistik“ (Abschluss: Licence) werden in den Bereichen Literaturwissenschaft, Didaktik, Linguistik, wissenschaftliches Arbeiten und praktische Berufsvorbereitung angeboten. Ergänzt wird dieses Angebot durch spezielle Kurse und Seminare zur Verbesserung der Sprach- und Studierkompetenz der Studenten.

Arbeits- und Unterrichtssprache ist Deutsch.

2. Praktikumsdurchführung

Das wird geboten:

• Kennenlernen der DAAD-Hochschularbeit
•Hospitation in den Kursen der Germanistik-Abteilung
•Durchführung eigener Unterrichtseinheiten
• Unterstützung des Deutschclubs
• Durchführung eines eigenen Projektes (z.B. Kurs zu Fachsprache Tourismusdeutsch, Wirtschaftsdeutsch, Theaterprojekt, Zeitungsprojekt)
• Unterstützung beim Aufbau einer modernen, interkulturellen Auslandsgermanistik
• Mitarbeit bei der Digitalisierung und Modernisierung der Germanistik-Bibliothek
• Ausführliches Praktikumszeugnis
• leider ist keine Vergütung möglich, jedoch können sich Bewerber auch für ein PROMOS-Stipendium oder ein DAAD-Stipendium bewerben.

Als Praktikant können Sie an den Lehrveranstaltungen der ersten zwei Studienjahre tätig werden. Da die Studenten in Benin kaum die Möglichkeit haben, mit Deutschen und der deutschen Sprache in Kontakt zu treten, wäre es für sie von besonderem Interesse, wenn Sie den Schwerpunkt auf die Entwicklung sprachpraktischer Fertigkeiten und der Ausspracheschulung legen. Zudem sind die Studenten besonders an landeskundlich relevanten Themen interessiert. Die Durchführung eines Projektes ist ein Ziel des Praktikums. Das Projekt kann je nach Interesse im Bereich Landeskunde, Vermittlung von Arbeitsmethoden (wie z.B. Internetrecherche, Präsentationen vorbereiten), Sprachpraxis, Kultur (Theaterarbeit, Gesprächskreise, Musik) oder das Aufarbeiten der Bibliothek gemeinsam mit den Studenten durchgeführt werden. Auch Vorschläge zur Durchführung einer Lehrveranstaltung im Bereich Fachsprachen oder Methoden sind herzlich willkommen.

Sie haben ebenso die Möglichkeit, in den höheren Semestern zu hospitieren. Die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung integrieren Sie gerne nach Absprache in ihren Unterricht.

Im Unterricht wird kein spezielles Lehrwerk verwendet. Sie sind frei, eigenen Materialien einzusetzen, die Sie möglichst schon aus Deutschland mitbringen sollten. Die Ausstattung in der Abteilung ist eher spärlich und die Beschaffung von Materialien im Internet schwierig, da die Verbindung oft nicht stabil ist.

3. Profil des Bewerbers

Als Bewerber erwarten wir ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Initiative, erste Unterrichtserfahrungen in DaF und Französischkenntnisse sowie die Bereitschaft, unter einfachen Bedingungen zu wohnen und zu arbeiten.

Erwünscht ist ein Studium in Germanistik, Erziehungs-, Kommunikations- oder Kulturwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache, Politologie oder in einer anderen Geistes- und Sozialwissenschaft.
Da sich die Unterrichtsbedingungen stark von denen in Europa unterscheiden, darf man sich nicht so leicht aus der Fassung bringen lassen: Konversationsunterricht mit 100 Studenten, Seminare mit 400 Studenten ohne Mikrofon, kein Strom, Kampf um den Hörsaal u.a. sind an der Tagesordnung.
Daher sollten Sie über eine starke Stimme, Durchsetzungsfähigkeit, Flexibilität, Humor und Gelassenheit verfügen. Im Gegenzug werden Sie während des gesamten Praktikums professionell betreut (regelmäßige Teamsitzungen, Arbeitsplan, Feedbackgespräche). Die Arbeit mit den überwiegend wissbegierigen und äußerst höflichen Studenten bringt zudem viel Spaß. In Ihrer Unterrichtsgestaltung haben Sie viel Freiraum, aber auch die Möglichkeit, Unterstützung von allen Kollegen und die Lektorin zu erhalten.

4. Allgemeine Informationen

Wohnmöglichkeiten
Zimmer können über eine private Vermittlung (150,- bis 300,- Euro pro Monat) gefunden werden. Die DAAD-Lektorin unterstützt Sie gerne bei der Wohnungsbeschaffung.

Geld und Lebenshaltung
Bargeld und Barschecks können an einigen Stellen gewechselt werden. Als Kreditkarte wird in Benin nur „Visa“ akzeptiert. Der Kurs ist zurzeit 1,- Euro = 656 FCFA.
Wenn man in Benin lebt, und auf so manchen europäischen Komfort verzichtet wird, so kann man mit 200 bis 300 Euro pro Monat für Lebenshaltungskosten (ohne Miete) auskommen.
In Cotonou kann man sich mit Sammeltaxis oder Moto-Taxis fortbewegen. Diese sind recht günstig, aber gerade die Benutzung der Moto-Taxis nicht gerade ungefährlich. Die Anschaffung eines Helms ist hier dringend notwendig. Will man ein Taxi für sich allein, entstehen jedoch vergleichbar hohe Kosten. Telefonieren und Internet sind relativ teuer. Sie können sich ohne Formalitäten eine SIM-Karte besorgen und in Internetcafés surfen.

Klima
In Benin herrscht durch die Nähe zum Äquator ein tropisches Klima. Das gesamte Jahr über ist mit warmen Temperaturen zu rechnen. Temperaturschwankungen gibt es nur selten und die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über hoch. Das ganze Jahr über sind die Temperaturen mit etwa 26 bis 30 Grad sehr warm. Bestimmt wird das Klima in der Region durch zwei Regen- und Trockenzeiten. Die erste Regenzeit beginnt etwa im Mai und endet Mitte Juli und die zweite Regenzeit fängt Mitte September an und im Dezember schließt an diese die Trockenzeit an.

Vorbereitung
Für die Einreise ist ein Visum nötig, das im Konsulat in Deutschland besorgt werden muss.

Impfungen gegen Gelbfieber sind vorgeschrieben. Tropenärzte empfehlen daneben folgende Impfungen: Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A/B, Kinderlähmung, Tollwut und Typhus. Außerdem wird eine Malaria-Prophylaxe empfohlen.

Bei weiteren Fragen können Sie mich gerne kontaktieren.

Stand: 02.2015


             Ghana


Eva Asante (Leiterin der Sprachabteilung/ Head of Language Department)

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Goethe-Institut Accra
Kakramadu Road
P.M.B. 52, Cantonments
Accra, GHANA
Tel. ++233-21-776764
Fax: ++233-21-779770

www.goethe.de/accra

 

Goethe-Institut Accra

Die Spracharbeit des Goethe-Instituts Accra bietet Sprachkurse (Stufen: Pre-Class, A1-C1 sowie Sonderkurse), Workshops und Fortbildungsseminare im Bereich Deutsch als Fremdsprache sowie ein umfangreiches Prüfungsprogramm an.
Die Bildungskooperation Deutsch unterstützt zudem ghanaische Lehrer, Schulen und Institutionen in Ghana bei der Durchführung des Deutschunterrichts.
Das Infozentrum des Goethe-Instituts Accra vermittelt Informationen zu aktuellen Aspekten des kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Lebens in Deutschland. Es bietet umfangreiche Buch- und Medienbestände für alle, die sich für Deutschland interessieren, oder die Deutsch lernen oder lehren wollen.
Weitere Informationen und das aktuelle Programm erhalten Sie über www.goethe.de/accra

Kurszyklen: Das Kursjahr ist in fünf Zyklen aufgeteilt, wobei einige Kurse nicht in jedem Abschnitt angeboten werden. Ein Zyklus dauert in der Regel acht Wochen. Daher ist ein zweimonatiges Praktikum sinnvoll, eine dreimonatige Praktikumsdauer ist auch möglich, denn dies würde die Prüfungszeit mit einschließen.

Kursmaterial und Kursbetreuung: Wir arbeiten mit "Passwort Deutsch 1-5" (Klett Verlag) und „em“ (Hueber).

Lehrkräfte: Es gibt insgesamt neun Honorarlehrkräfte, derzeit zwei Muttersprachler.

Aufgabenbereiche während des Praktikums

Sprachkurs-Organisation:
- nach Möglichkeit Übertragung einzelner Aufgaben zur weitgehend selbstständigen Erledigung, auch Erledigung von Routinearbeiten

Unterricht / Prüfungen
- Hospitation (in allen Kursstufen möglich). Es sollte regelmäßig und nicht zu kurzweilig (mind. Zwei Wochen lang) in zu Beginn eigens festgelegten Kursen hospitiert werden.
- eigenständiger Unterricht im Deutsch-Club unserer Partnerschule
- sog. Microteaching - kleine, in sich geschlossene Unterrichtssequenzen
- je nach Eignung selbständiger Unterrichtsgestaltung in Absprache mit dem/der Begleitlehrer/in.
- Einblick in die Abnahme von Prüfungen

Tutorien/Projekte/Lerngruppen
- Es besteht die Möglichkeit ein Tutorium anzubieten, welches ein Zusatzangebot für Studenten eines bestimmten Kurses konzipiert ist. Auch Hausaufgabenunterstützung für kleinere Lerngruppen ist möglich.
- Wir freuen uns über engagierte PraktikantInnen, die sich über den Rahmen des Unterrichts hinaus in bereits bestehende Projekte oder mit eigenen Ideen einbringen (Musik, Theater, Filmabende, Konversation, Tutorien, Diskussionsabende,…).

Profil des/r Bewerbers/in

Fachlich:
Einschlägige Abschlüsse (Germanistik/DaF/Pädagogik/Sprachwissenschaften o.Ä.) sind Voraussetzung, Unterrichtserfahrung ist von Vorteil.
!! Derzeit suchen wir insbesondere PraktikantInnen, die Erfahrungen im Bereich der Alphabetisierung haben und im Pre-Kurs (LernerInnen A1 mit geringer Schulbildung) mitwirken.

Persönlich:
Neben der fachlichen Eignung ist die so genannte kulturelle Kompetenz eine notwendige Eigenschaft. Die Dinge laufen in Ghana anders und werden anders organisiert als in Deutschland. Strom-, Wasser und Internetausfälle, ein hohes Verkehrsaufkommen in Accra, das manches Hin- und Herkommen erschwert, und andere Unwägbarkeiten gehören zum Alltag. Deshalb sollten Sie gut ausgestattet sein mit Geduld, Durchhaltevermögen, und - ganz wichtig – mit einer guten Portion Humor. Eine respektvolle Haltung in Bezug auf hiesige Gewohnheiten, Offenheit und Interesse für die Lebensrealitäten werden sie hoffentlich mitbringen.

Praktikumsbericht

Sie sind verpflichtet, am Ende des Praktikums einen Bericht zu erstellen, der als Grundlage der Praktikumsbestätigung dient. Dafür erhalten Sie von uns eine Gliederungsvorlage.

Praktikumsbestätigung

Eine Bewertung der Tätigkeit findet in aller Regel nicht statt, kann aber auf Wunsch erstellt werden. Bitte beantragen Sie die Bestätigung rechtzeitig bei der Praktikumsleitung. Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf ein Beurteilungsschreiben.

Vergütung und Versicherung

Das Praktikum erfolgt unentgeltlich.
Für die Finanzierung Ihres Lebensunterhalts und für Ihre Unterbringung müssen Sie selber aufkommen. Dabei kann Sie das Goethe-Institut leider nicht unterstützen.
Jedoch können Reisekostenzuschüsse beim DAAD beantragt werden. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des DAAD: http://www.daad.de/ausland/de/3.7.1.html
Bitte klären Sie mit Ihrer Krankenkasse in Deutschland Ihren Krankenversicherungsschutz, bevor Sie das Praktikum beginnen. Überprüfen Sie bitte auch Ihre Unfallversicherung für die Dauer des Auslandsaufenthaltes.

Unterkunft

Zimmer werden von den derzeitigen Praktikantinnen vermittelt, je nach Verfügbarkeit (Kosten etwa 100-200 Euro pro Monat). Die Lebenshaltungskosten für Mahlzeiten und Transporte liegen bei ca. 200-300 Euro pro Monat.
Bitte wenden Sie sich zu weiteren Informationen diesbezüglich an unsere/n derzeitige/n Praktikant/in: intern@accra.goethe.org

Bewerbung:

Aktuelle Ausschreibungen und das Online-Bewerbungsformular finden Sie unter:
http://www.goethe.de/ins/gh/acc/uun/prk/deindex.htm

Stand: 02.2014

Berit Stoppa (IC DAAD)

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1. Kurzbeschreibung der Praktikumssituation

Eine mögliche Praktikumsstelle in Ghana ist die University of Education Winneba, an der im Bereich der Fakultät der Sprachen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird. Die Deutschabteilung befindet sich noch im Aufbau, weshalb zurzeit nur ein bis zwei Muttersprachler (u.a. DAAD-Lektorin), ab und zu unterstützt durch eine ghanaische Honorarkraft, die Kurse unterrichten. Das Sprachniveau der Studierenden reicht von A1-A2. Mögliche Praktikumszeiten sind September-Dezember/Januar und Februar-April/Mai. Die Semesterzeiten werden häufig kurz vor Beginn um einige Wochen verschoben, daher kann kein genaueres Datum angegeben werden.

2. Durchführung:

Die Betreuung wird größtenteils die DAAD-Lektorin in Ghana übernehmen, unterstützt durch ghanaische Kollegen des DAAD Information Centers, Honorarkräfte und ggfs. DAAD-Sprachassistenten. Hospitationen sollen hauptsächlich in den Kursen an der Universität in Winneba stattfinden; nach Absprache mit anderen Institutionen sind ggfs. auch Hospitationen an diesen (z.B. Goethe-Institut) möglich.
Der Praktikant/die Praktikantin soll neben Hospitationen selbst und eigenverantwortlich einzelne Kurs-/Unterrichtsstunden übernehmen, ggfs. bei Erstellung, Durchführung und Korrektur von Klausuren unterstützen, kleine administrative Aufgaben im Bereich der Deutschabteilung übernehmen (Teilnehmerlisten, Informationsaustausch mit Studierenden etc.) und die Organisation von Buchausleihe etc. der Abteilung unterstützen. Zudem ist es möglich freiwillige Zusatzkurse oder andere kleine Projekte für die Studierenden zu initiieren (z. B. Landeskunde, Tutorium, Konversation, Theater etc.).

3. Profil des/r Bewerberin um ein Praktikum

Erforderlich ist eine fachliche wissenschaftliche Basis im Bereich Deutsch als Fremdsprache und Fremdsprachendidaktik.
Zudem sollten Englischkenntnisse auf mindestens B1-Level vorhanden sein.
Geduld, interkulturelles Verständnis und Flexibilität stellen eine wichtige Voraussetzung für das Praktikum dar. Die ghanaische Lebensart wie auch die administrative und wissenschaftliche Arbeit an der Universität unterscheidet sich in vielen Aspekten von der europäischen und stellt damit eine interessante und fruchtbare aber oft in manchen Situationen nicht ganz einfach zu bewältigende Herausforderung dar. An Unterkünfte, ghanaisches Essen und das Klima kann sich meist gut und schnell gewöhnt werden.

4. allgemeine Informationen:

Eine Unterkunft muss selbst gesucht und verhandelt werden; natürlich werden mögliche Kontakte etc. gestellt. Die monatliche Miete für ein Zimmer bis eine kleine Wohnung misst sich zwischen 180-500 Euro. Das DAAD Informationszentrum und die Lektorin sind in Accra lokalisiert, also nicht am Universitätsstandort. Lebenshaltungskosten sind in Winneba sehr gering, in der Hauptstadt (z.B. an Wochenenden) höher. Die Sicherheit in Ghana ist relativ hoch im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern; auf Tipps zur Vorsicht vor bestimmten Situationen von Ghanaern oder Erfahrenen sollte gehört werden.
Ein Visum bis zu drei Monaten kann bei der ghanaischen Botschaft beantragt werden. Möglicherweise wird eine Einladung benötigt. Diese kann vom DAAD Informationszentrum und/oder der Universität ausgestellt werden. Die Gelbfieber-Impfung muss bereits zum Visumsantrag getätigt worden sein. Andere empfehlenswerte Impfungen können beim Tropenmediziner erfragt werden. Geldautomaten für Abhebungen mit Visakarten sind vorhanden, ebenso Wechselbüros.

Stand: 04.2014


             Jordanien


Andreas Wutz

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Leiter des DAAD Information Centers Amman/ Lektor an der University of Jordan (Amman)
mailtodirector@daad-jordan.org
www.daad-jordan.org
www.facebook.com/daad.jordan
Telefon: +962 (0)77 90 66 729

Adresse des Information Centers:
DAAD Information Center (IC) Amman
c/o German Jordanian University
Building E, 1st floor (Jubeiha)
Ahmed Al-Tarawina Street
P.O. Box 35247
Amman 11180, Jordan

Institutsadresse:
University of Jordan
Faculty of Arts
Department of Modern Languages (German Section)
Amman 11180, Jordan

Stand 02.2014


             Kamerun


Marie Noelle Ntouba Ngolle (Nicht DAAD)

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Gesucht: Deutsche StudentInnen

Das Sprachlernzentrum Douala, Partner des Goethe-Instituts Kamerun sucht deutsche StudentInnen, die ca. 25 Stunden pro Woche Konversationsunterricht für junge Erwachsene geben können, ihnen landeskundliche Informationen zum deutschen Schulwesen geben und mit interessierten Kursteilnehmern verschiedene Projekte durchführen.

Für Unterkunft und eine warme Mahlzeit pro Tag, dazu ein tägliches kleines Transportgeld ist gesorgt. Den Flug, Visum, die Schutzimpfungen und die Reisekosten im Land müssen Sie selbst finanzieren.

Sie wohnen bei eine(r)m der LehrerInnen zu Hause und haben dort die Möglichkeit, direkt in der Familie die Menschen und die afrikanische Kultur hautnah zu erleben!

Außerdem können Sie Ihre Sprachkenntnisse in Französisch verbessern und Ihren Horizont erweitern. Es wird sicher auch Zeit sein, viel vom Land zu sehen und kurze Reisen zu unternehmen.

Bei Interesse melden Sie sich bei:
Frau Marie Noelle Ntouba Ngolle, Leiterin des SLZ Douala
slzdouala@gmx.de Tel. (00237) 699 93 37 38

Stand: 02.2015


Frank Kahnert (DAAD-Lektor)

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Centre d`Information DAAD Yaoundé
Université de Yaoundé I
Nouveau Bloc Pédagogique, R. 117

e-mail: director@daad-kamerun.org
Tel.: +237 242 60 20 29 (Festnetz), +237 699 27 08-36 (Mobiltel.)
Webseiten: wwww.daad-kamerun.org
Facebook: https://www.facebook.com/daadkamerun

Postadresse:
DAAD
Goethe Institut Yaoundé
B.P. 1067 Yaoundé/Kamerun

 

Das Studium an der Deutschlabteilung der Université de Yaoundé

Die Deutschabteilung der Université de Yaoundé I ist die älteste und größte Einrichtung für Germanistik in Kamerun. An ihr studieren zurzeit ungefähr 600 Studenten, die von einem Professor, 5 Promovierten, 2 Lehrkräften und einem DAAD-Lektor unterrichtet werden. Jedes Jahr vermittelt der DAAD eine Sprachassistenz zur Unterstützung der Lehre an der Deutschabteilung. Die Deutschabteilung bietet ein Germanistikstudium bis zur Promotion an, das sich von einer traditionellen Germanistik in Deutschland unterscheidet. Die Lehrveranstaltungen sind in Literaturwissenschaft, Linguistik und Landeskunde gegliedert, wobei in den ersten beiden Jahren der größte Teil auf die Sprachpraxis entfällt.
Im ersten Studienjahr studieren zurzeit ca. 360, im zweiten 110, im dritten und vierten Jahr um die 70 Studentinnen und Studenten; im fünften Studienjahr ist die Zahl der Studierenden sehr gering. Ab dem dritten Jahr können sie sich auf einen der Bereiche spezialisieren.
Die Lehrveranstaltungen gestalten sich aufgrund von Raummangel, überfüllter Hörsäle, schlechter technischen Ausstattung und Koordinationsproblemen nicht immer einfach und erfordern Flexibilität und Erfindungsreichtum.
Im Zuge der Einführung des LMD (licence – master – doctorat) -Systems wurde von Studienjahren auf Semester umgestellt. Die Semester gehen etwa von Mitte September bis Februar und von März bis Juli. Prüfungen gibt es einerseits während des Semesters (contrôle continu), und zwar in Form von Klausuren, Hausarbeiten oder Referaten. Anderseits finden Prüfungen am Ende jedes Semesters statt. Im Anschluss an diese examens finals genannten Prüfungen, die innerhalb von ein paar Wochen korrigiert werden müssen, legen die Studenten, die nicht bestanden haben, eine Nachprüfung ab.
Der Korrekturaufwand ist angesichts der großen Studentenzahlen und der recht zahlreichen Prüfungen sehr hoch.

1. Ablauf des Praktikums

Als Praktikant können Sie, je nach Interesse, in den ersten zwei Studienjahren (der ersten vier Semester) tätig werden. Da die Studenten in Kamerun aber kaum die Möglichkeit haben, mit Deutschen und der deutschen Sprache in Kontakt zu treten, wäre es für sie von besonderem Interesse, wenn Sie den Schwerpunkt auf die Entwicklung sprachpraktischer Fertigkeiten und der Ausspracheschulung legen. Ein besonderes Interesse zeigen die Studierenden an Lese-, Theater- oder Gesprächskreisen. Eine Praktikantin oder ein Praktikant kann auch Grundkompetenzen und Arbeitsmethoden vermitteln, z.B. wie man ein Referat hält, eine Bewerbung schreibt oder im Internet recherchiert.
Sie haben ebenso die Möglichkeit, in den höheren Semestern zu hospitieren. Die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung integrieren Sie gerne nach Absprache in ihren Unterricht.
Da keinem Lehrbuch gefolgt wird, sind Sie frei, eigene Materialien einzusetzen.
Sie haben ebenso die Möglichkeit, in den höheren Semestern zu hospitieren. Die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung integrieren Sie gerne nach Absprache in ihren Unterricht.
Bei Interesse können Sie sich auch die Institutsbibliothek mitbetreuen

2. Profil

Als Bewerber sollten Sie erste Unterrichtserfahrungen in DaF gesammelt haben und sich auf Französisch einigermaßen verständigen können(mindestens B1 GER.)
Am wichtigsten ist allerdings, dass Sie offen, flexibel, humorvoll und gelassen sind sowie angesichts großer Hörsäle und Studentengruppen über eine gewisse Stimmgewalt verfügen. Da sich die Unterrichtsbedingungen stark von denen in Europa unterscheiden, darf man sich nicht so leicht aus der Fassung bringen lassen: Konversationsunterricht mit 100 Studenten, Seminare mit 400 Studenten ohne Mikrofon, kein Strom, Kampf um den Hörsaal u.a. sind an der Tagesordnung.
Dafür werden Sie in ein humorvolles Arbeitsteam integriert und arbeiten mit vielen wissbegierigen Studenten zusammen. In Ihrer Unterrichtsgestaltung haben Sie einen großen Freiraum, dabei aber stets die Möglichkeit, Unterstützung durch alle Kolleginnen und Kollegen zu erhalten.

3. Allgemeine Informationen

Wohnmöglichkeiten
Zimmer können in einem katholischen Kloster (5.000,- FCFA pro Nacht) oder über eine private Vermittlung (150,- bis 250,- Euro pro Monat) gefunden werden. Das DAAD-Informationszentrum unterstützt Sie gerne bei der Wohnungsbeschaffung.

Geld und Lebenshaltung
Bargeld und Barschecks können problemlos gewechselt werden. Als Kreditkarte wird in Kamerun nur „Visa“ akzeptiert. Der Kurs ist zurzeit 1,- Euro = 656 FCFA.

Will man europäischen Komfort, so übersteigen die Lebenshaltungskosten die in Deutschland. Wenn man hingegen kamerunisch lebt, so kann man mit 350 bis 400 Euro pro Monat für Transport (inklusive mehrerer Überlandfahrten) und Essen (ohne Miete) auskommen. Die Kosten für eine Taxifahrt mit dem Sammeltaxi variieren je nach Strecke zwischen 250 und 500 FCFA. Will man ein Taxi für sich allein, belaufen sich die Kosten auf 2.000−2.500 FCFA am Tag und 2.500 FCFA in der Nacht. Tagsüber stellt die Benutzung eines Sammeltaxis kein Problem dar, nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sie in einigen Stadtvierteln meiden.
Als Richtwert für Überlandfahrten kann man ungefähr 1.500 FCFA pro 100 km ansetzen.
Ein kamerunisches Frühstück (beignet mit Bohnen oder ein belegtes Baguette, Omelett, Avocado- Salat) kostet zwischen 300 und 500 FCFA. Mittag- und Abendessen (z.B. Fisch oder Fleisch mit Maniok) kosten zwischen 1.000 und 2.000 FCFA.
Telefonieren und Internet sind relativ teuer. Sie können sich ohne Formalitäten eine SIM-Karte besorgen und in Internetcafés surfen. Die Internetverbindung in der Deutschabteilung ist nicht stabil, eventuell können Sie Internet im DAAD-Büro nutzen.

Klima
Yaoundé hat mit 23,5°C durchschnittlicher Jahrestemperatur ein sehr angenehmes Klima.
Die Regenzeiten sind von September bis November (große Regenzeit) und von April bis Juni (kleine Regenzeit). Die Trockenzeiten sind von Dezember bis März (große Trockenzeit) sowie Juli bis August (kleine Trockenzeit). Allerdings muss man im Zuge des Klimawandels ganzjährig mit Regen rechnen.

Vorbereitung
Für die Einreise in Kamerun ist ein Visum nötig, das man sich am besten schon in Deutschland besorgt.
Impfungen gegen Gelbfieber und Polioimpfung vorgeschrieben, eingetragen in einen internationalen Impfpass. Tropenärzte empfehlen daneben folgende Impfungen: Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A/B, Kinderlähmung, Tollwut und Typhus. Außerdem wird eine Malaria-Prophylaxe empfohlen.

Stand: 02.2015


             Kenia


Dr. Shaban Mayanja (DAAD-Lektor)

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DAAD Lecturer at the University of Nairobi
Department of Linguistics and Languages

c/o DAAD Regional Office for Africa
DAAD-Lecturer
P.O. Box 14050, 00800 Westlands
Nairobi
Kenya

 

1 Kurzbeschreibung der Praktikums-Institution

Das German Studies Programme/Germanistik an der University of Nairobi existiert seit 1981 und wird seitdem vom DAAD gefördert, der regelmässig eine/n LektorIn entsendet und alle zwei Jahre (etwa 5-7) Vollstipendien für das Masterprogramm zur Verfügung stellt, für die sich geeignete KandidatInnen bewerben müssen.
Das Programm gehört zum Department of Linguistics and Languages, das der Faculty of Arts und dem College of Humanities and Social Sciences zugeordnet ist. Im Department wird unter anderem auch Arabisch, English, Kiswahili, und Chinesisch unterrichtet. Es existiert ein eigenes Literaturdepartment, zu dem das Französischprogramm gehört. Die Räume des Departments sowie die Klassenräume des German Studies Programme sind auf dem Main Campus untergebracht, der zentral in Downtown Nairobi liegt.
In Germanistik gibt es zur Zeit neben der DAAD-Lektorin vier kenianische DozentInnen (darunter zwei Teilzeit-Kräfte und eine Doktorandin, die zur Zeit in München ist) und eine deutsche Dozentin, die als Ortslehrkraft im Masterprogramm einen Kurs Linguistik unterrichtet. Das akademische Jahr wird in der Fakultät im Bachelorbereich erfolgreich wieder harmonisiert, zur Zeit sind alle Studiengänge außer den 3rd Years zeitgleich an der Universität. (Aufgrund Bettenknappheit in den Hostels wurden bis 2007 die jeweils vier B.A. Jahrgänge sukzessive an die Universität gerufen.) Das Studienjahr im Postgraduate Bereich (Masterprogramm) und im Undergraduate Bereich – was 1st Years, 2nd Years, 4th Years betrifft – geht von Anfang Oktober bis Ende September des Folgejahres. Insgesamt dauert das Masterstudium zwei Jahre bzw. vier Semester, in German Studies werden MastertudentInnen nur alle zwei Jahre aufgenommen.
Alle Semester- und Examenszeiten werden von der Fakultät vorgegeben, insgesamt ist das Studium und die Universität analog zum britischem Bildungssystem organisiert. Aufgrund der Grösse der Fakultät, der limitierten Studienplätze und häufig noch nicht digitalisierter Arbeitsprozesse in der Verwaltung, verlaufen viele administrative Vorgänge langsam und uneffizient. DozentInnen, Studierende und PraktikantInnen benötigen Ausdauer, Durchsetzungswillen und hohe soziale und inter-kulturelle Kompetenz.
An über 38 Secondary Schools in Kenia wird Deutsch unterrichtet wird und die SchülerInnen kommen nach ihrem KCSE-Abschluss (Kenyan Certificate Secondary Education) mit fortgeschrittenem Anfängerniveau an die Universitäten. Im B.A. Bereich ist Sprachunterricht und Förderung der Textkompetenz besonders wichtig. Im B.A. Bereich studieren die meisten German Studies im Nebenfach (minor) oder als zweites Hauptfach (2. major), neben Soziologie, Politikwissenschaft, Ökonomie, Philosophie ... Es können nur Fächer gewählt werden, die an dasselbe College angegliedert sind, weshalb dem Germanistik-Programm interessierte StudentInnen aus anderen Colleges verlorengehen, beispielsweise aus Medizin oder Technischen Wissenschaften. Alle Kurse sind relativ klein, dafür sehr intensiv und mit lernstarken StudentInnen besetzt, die gute Arbeitsmarktprognosen mitbringen. In allen vier B.A. Jahrgängen hat das Programm an UoN zwischen vier und acht StudentInnen.
Im M.A. Programm erhalten in der Regel fünf bis sieben StudentInnen ein DAAD-Stipendium und ohne Stipendium ist das Studium zu teuer für einheimische Einkommen. Dabei war das Masterprogramm in den letzten zwei Jahrzehnten sehr erfolgreich, die AbsolventInnen arbeiten heute an Universitäten, im Wissenschafts- und Emigrationsministerium, im Goethe-Institut und an Secondary Schools. Im Masterprogramm wird auf anspruchsvollem Niveau Linguistik, Literatur, (Inter-)Cultural Studies und Übersetzungswissenschaft unterrichtet. In allen B.A. und allen M.A.-Kursen werden mündliche und schriftliche Examen gegeben. Im vierten Semester schreiben die MasterstudentInnen ein „project paper“, das allein gewertet wird.
Seit 2004 existiert auch ein DoktorandInnen-Kolloquium, um den lange vernachlässigten wissenschaftlichen Nachwuchs für die Zukunft des Programms zu fördern. DoktorandInnen können an UoN oder an einer deutschen Universität promovieren. Beim DAAD besteht die Möglichkeit, sich für einen Forschungsaufenthalt an einer deutschen Universität (Promotion an UoN) oder ein Vollstipendium (Promotion an einer deutschen Universität) zu bewerben.
Als Deutsch-Lehrwerk werden zur Zeit das Mittelstufenlehrbuch- und Oberstufenbuchlehrbuch DaF samt Hörmaterialien (von Anna Buscha und Gisela Linthout) im B.A. Bereich eingesetzt – Themen Aktuell wird zukünftig auch verwendet werden–, ansonsten vielfältige Materialien von Goethe-Institut/Inter Nationes und fachbezogene Materialsammlungen der DozentInnen. Die germanistische Bibliothek in den Klassenräumen ist sehr gut ausgestattet und wird jeweils von einer Bachelorstudentin geöffnet betreut.
Seit 2005 gibt es den German Club „Die BRUECKE“, in dem sich GermanistikstudentInnen gemeinsam mit deutschinteressierten StudentInnen anderer Colleges treffen, vor allem mit MedizinstudentInnen. Regelmässige Debatten, Deutschunterricht, soziale Aktivitäten stehen auf dem Programm, es ist ein Austauschprogramm für Undergraduate-StudentInnen mit deutschen Institutionen und Universitäten auf „friendly family“-Basis angestrebt. Die ersten AustauschstudentInnen aus Duetschland waren im Sommer 2007 bereits in Nairobi zu Gast, Anfang November 2007 geht auch der erste kenianische Student über die BRUECKE nach Deutschland.

2 Praktikumsdurchführung

Praktika sind prinzipiell ganzjährig möglich, müssen natürlich abgestimmt werden. PraktikantInnen können im Unterricht im B.A. und M.A. Bereich hospitieren; im B.A. Bereich auch nach Absprache Stunden übernehmen. PraktikantInnen können zusätzlich nach Interessensschwerpunkt eher sprach- oder fachorientierte Kurse, Tutorials, Konversation und zusätzliche Deutschlern-Angebote anbieten. Obligatorisch wird eine Beteiligung am Deutschunterricht und Aktivitäten für „Die BRUECKE“ (German Club) gesehen. Hospitiert werden kann eventuell auch am Goethe-Institut, das ganz in der Nähe vom Main Campus liegt.

3 Profil der BewerberInnen um ein Praktikum

Die fachliche Ausrichtung der BewerberInnen sollte nicht allein auf DaF und/oder Didaktik liegen, weil das Programm an UoN eine germanistische Ausrichtung hat und keine LehrerInnen ausbildet (dafür ist der B.Ed Studiengang an Kenyatta University vorgesehen). Wichtig ist die persönliche Bereitschaft, sich ohne vorschnelle Bewertungen auf die häufig chaotischen Arbeitsabläufe an UoN einzulassen und einen inter-kulturell motivierten Unterrichtsstil zu entwickeln. Ideal sind vorhergehende Erfahrungen in einem afrikanischen Land, in Kenia oder in einer anderen fremdländischen Großstadt, speziell in einem Dritte-Welt-Land.

4 Allgemeine Informationen

Englisch und Kiswahili sind Landessprachen in Kenia. Währung ist der Kenyan Shilling (KES)/Stand November 2007: 1 € = 97,50 KES.
Kommunikation – auch dienstliche – verläuft in Nairobi größtenteils per Handy (Mobile), und häufig per Textnachricht (SMS). Es ist empfehlenswert, ein Handy mitzubringen, da diese in Nairobi relativ teuer sind, und dann vor Ort direkt eine „Line“ zu kaufen, die günstig ist, etwa 100,- KES (ca. 1,10 €) kostet, während die Nutzung durch Aufladen des Handy-Kredits mit Hilfe von Scratchcards gemacht wird – es sei denn, jemand kauft eine post-paid-line, was eher für Geschäftsleute in Frage kommt. Es ist absolut ratsam, niemals auf der Strasse zu telephonieren und grundsätzlich keine Anrufe bzw. Textnachrichten entgegenzunehmen oder zu verbreiten, solange man sich nicht an sicherem Ort befindet, da Handys hier überall geklaut werden.

5 Sicherheitshinweise - Unbedingt zu beachten!

Auf den ersten Blick wirken Passanten und Strassen in Nairobi freundlich und gut ausgestattet. Dieser erste Eindruck täuscht leider häufig. Zudem sind PraktikantInnen, die häufig mit bescheidenem Etat reisen, der lokalen Kriminalität stärker ausgesetzt und müssen dies immer im Kopf behalten. Auch sind weiße Europäer auf den Strassen sofort im Visier von Kriminellen, da sie von vornherein Geld und Eigentum signalisieren.
Alle müssen sich daher auf beschränkte Bewegungsfreiheit in der Stadt und in Wohngebieten und auf unbedingte Befolgung vernünftiger Sicherheitsregeln einstellen. Die Sicherheitsrisiken entsprechen der allgemeinen Situation in Dritte-Welt-Städten, sind jedoch in Bezug auf Tageszeit und Aufenthaltsort nur beschränkt vorhersagbar. Empfehlenswert ist daher insgesamt eine zurückhaltende Kleidungsweise, wenig bis keinen auffälligen Schmuck, das Mitführen kleiner (Hand-)Taschen, die Mitnahme nur geringer Mengen an Bargeld, zielstrebiges Verhalten sowie die ungewohnte Einstellung, grundsätzlich nicht mit Passanten zu plaudern, die häufig nur auf den ersten Blick nett sind. Schutz bietet auf jeden Fall auch ein nicht-touristisches Erscheinungsbild. Grundsätzlich sollte kein/e Geld/Geldbörse öffentlich gezeigt oder hervorgeholt werden. Es ist empfehlenswert lose Münzen und kleine Geldscheine – für Zeitungen/Lebensmittel/Matatu- oder Taxifahrten – griffbereit in einer vorderen Hosentasche oder in einer Jackettasche zu haben.
Tagsüber ist der öffentliche Nahverkehr in Form von Matatus (Kleinbusse mit zwischen 14 und 28 Passagieren, sowie grösseren Bussen für längere Strecken) praktisch und auf vielen Strecken relativ ungefährlich, vor 8 Uhr morgens und ab 17 Uhr nachmittags empfehlen sich Taxifahrten von Tür zu Tür, möglicherweise mit jeweils demselben vertrauenswürdigen Taxifahrer.
Wenn PraktikantInnen sich abends keine Taxifahrt leisten können, ist es entschiedene ratsamer !, ab 6 Uhr abends daheim zu bleiben, als sich dem Risiko eines Überfalls auszusetzen.
Vor allen Dingen sollte man nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht zu Fuss unterwegs sein und das schon gar nicht alleine. Unbedingt müssen zu jeder Tageszeit einsame Strassen vermieden werden; abends nach 8 Uhr sollten bestimmte Teile der Innenstadt ebenfalls vermieden werden. Diese Details klären wir vor Ort.
Bei Beachtung solcher Massnahmen, stellt sich der Alltag in Nairobi als angenehm und normal dar. Nairobi bietet die klimatischen und interkulturellen Vorzüge einer afrikanischen Grosstadt, bei allen Nachteilen, die die belastende Sicherheitslage, das extreme Einkommensgefälle und eine teilweise zerrüttete Infrastruktur mit sich bringen.

6 Unterbringungsmöglichkeiten

Geeignete Wohnmöglichkeiten müssen im Einzelfall geklärt werden.
Als besonders gut und empfehlenswert hat sich die lokale Pension „Burrow Home“ im lokalen Stadtteil South C herausgestellt, wo StudentInnen zu vernünftigen Preisen von jungen KenianerInnen beherbergt und auch mit vielen Freizeitaktivitäten versorgt werden. Im Haus wird abendlich gemeinsam gekocht und man trifft dort viele AustauschstudentInnen. Web-Adresse: http://burrowhomes.com/Faq's.htm
Eventuell bieten sich auch das zentral, In Uni Nähe gelegene YMCA oder StudentInnen-Hostels (Chiromo Campus) an, wo auch regelmässig deutsche AustauschstudentInnen untergebracht sind, die nach Nairobi kommen.

7 Lebensgewohnheiten

Lebenshaltungskosten bewegen sich für europäische Lebensgewohnheiten (Einkaufen im Supermarkt) etwa auf europäischem Preisniveau – ebenso beim Wohnen.
Ausgewählte Strassenläden sind wesentlich billiger und teilweise auch vertrauenswürdig. Vorsicht ist vor allem bei Wasser geboten, das von Europäern nur gefiltert oder als gekauftes Trinkwasser zu sich genommen worden sollte. Duschen und Zähneputzen stellt mit Leitungswasser aber kein Problem dar.

8 Impfungen

Malariagefahr ist in Nairobi in der Regel nur selten, und eher bei lokalen Wohnverhältnissen gegeben. Bei Reisen nach Westkenia und an die Küste sollten erfahrungsgemäss schützende Medikamente eingenommen werden.
Erforderliche Impfungen sollten mit Tropeninstituten in Deutschland abgeklärt werden.

9 Visum

Deutsche BesucherInnen in Kenia benötigen ein Visum. Für drei Monate reicht ein in der Regel aber ein Touristenvisum aus, das bei der Einreise für etwa 50,- US-Dollar erworben werden kann.
In der Visumsfrage kann die Kenianische Botschaft in Berlin, das Auswärtige Amt oder der DAAD in Deutschland Hilfestellung geben, die dazu auch Informationen auf ihren Websites haben.

Stand: 06.2013


Eva Hamann (DAAD-Lektor)

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Kenyatta University
Department of Foreign Languages (German)

c/o DAAD Regional Office
P.O. Box 13670
00800 Nairobi, KENIA


Website: http://www.ku.ac.ke/

 

1 Kurzbeschreibung der Praktikumsinstitution

Kenyatta University (KU) ist eine Campus-Universität und liegt etwa 20km außerhalb des Stadtzentrums von Nairobi.
Deutsch (Bachelor of Education, Bachelor of Arts) wird am Department of Foreign Languages unterrichtet, wo auch Französisch (BEd, BA, MA) und Japanisch bzw. Portugiesisch (Certificate Programme) angeboten werden.
In der Deutschabteilung unterrichten derzeit 4 Lehrkräfte ca. 50 Studierende (1. bis 4. Studienjahr). Die Studierenden kombinieren Deutsch mit einem zweiten Fach, z.B. Business, Secretarial Studies, Geography, Literature, Library Studies. Die meisten Studierenden werden zu Deutschlehrern/-lehrerinnen ausgebildet (BEd). Die Abteilung verfügt über eine eigene Deutschbibliothek incl. deutsche Spiel- und Dokumentarfilme, audio-visuelle Lehrmaterialien, ein Sprachlabor.
Die Studierenden haben bereits in der Sekundarschule (Gymnasium) vier Jahre Deutsch gelernt. In den Kursen an der Universität verbessern sie in Sprachkursen ihre Sprachkenntnisse und studieren deutsche Literatur, Linguistik und Landeskunde sowie Methodik/Didaktik. In ihrem 4. Studienjahr absolvieren die Studierenden ein dreimonatiges „Teaching Practice“ (Schulpraktikum) an einer kenianischen Sekundarschule. Außerhalb des Unterrichts gibt es Veranstaltungen wie Filmklub und Deutschklub, der jährlich einen Deutschtag veranstaltet, an dem sich Deutschstudierende aller kenianischen Universitäten treffen.
Da die Abteilungen an KU und an der University of Nairobi recht klein sind bieten wir vermehrt gemeinsame Praktika an. Die Praktikanten haben dann die Möglichkeit, unter gewissen Vorgaben die interessantesten Aspekte beider Universitäten zu kombinieren.
Das akademische Jahr dauert in der Regel von September bis August. Unterrichtet wird im „First Semester“ (September-Dezember) und „Second Semester“ (Januar-April). In einem zusätzlichen Trimester (Mai-Juli) machen die Studierenden des 4. Studienjahres ihr „Teaching Practice“. Die vorlesungsfreie Zeit ist normalerweise vom 15. Dezember – 05. Januar und im August. Während des Praktikums bietet KU die kostenlose Unterbringung im Studentenwohnheim an: Einzelzimmer, 10qm, Bungalow, Gemeinschaftsdusche und -Toiletten.

2 Praktikumsdurchführung

Ein Praktikum sollte nach Möglichkeit ein ganzes Semester, mindestens aber sechs Wochen dauern.
Während des Praktikums kann und sollte im Unterricht hospitiert sowie selbständig unterrichtet werden. Ferner wäre es wünschenswert, wenn ein „Tutorial“ zu Aussprache, Kommunikation oder Grammatik auf freiwilliger Basis für schwächere und/oder interessierte Studierende angeboten werden könnte. Es besteht der Wunsch, den Deutschklub bei der Organisation von Veranstaltungen (Semestereröffnungsparty, Deutschtag, Besuch von Sekundarschulen etc.) zu unterstützen, sich beim Filmklub zu beteiligen. Es könnten je nach Interesse auch eigene Projekte wie Theater, Musik oder ähnliches angeboten werden.
Der Praktikant/die Praktikantin wird von den Dozentinnen der Deutschabteilung betreut. Hospitationen sind unter Umständen und nach Absprache auch beim Goethe-Institut Nairobi und bei anderen Institutionen möglich.

3 Profil der Bewerber/innen

Der Bewerber/die Bewerberin sollte mindestens einen BA-Abschluss oder eine Zwischenprüfung haben.
Deutsch auf muttersprachlichem Niveau ist Voraussetzung, Erfahrungen im DaF-Bereich sind wünschenswert und vorherige Unterrichtserfahrungen wären von Vorteil.
Der Bewerber/die Bewerberin sollte selbständig und flexibel sein sowie Englischkenntnisse für den Alltag mitbringen.
Zur Bewerbung bitte vollständige Unterlagen (Lebenslauf, Zeugniskopien ...) einreichen.

4 Allgemeine Informationen

Die Universität ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Bei konkreter Nachfrage sind die Kolleginnen der Abteilung gerne bereit, in allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Lebenshaltungskosten in Nairobi sind nicht unbedingt niedriger als in Deutschland.

Für ein Praktikum reicht nach Information der kenianischen Botschaft in Deutschland ein Touristenvisum. Ein Touristenvisum für drei Monate ist bei Einreise am Flughafen erhältlich ($ 20).
Für Nairobi selbst sind keine Impfungen verpflichtend. Wenn man jedoch reist, ist eine Gelbfieberimpfung dringend angeraten. Weitere Impfungen sollte man bei einem Tropeninstitut erfragen.
Weitere Informationen zu Kenia:
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?
http://www.inwent.org/v-ez/lis/kenia/index.htm

Stand: 02.2014


            Madagaskar


Uwe Birkel (DAAD-Lektor)

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Université d’Antananarivo
B.P. 907 Tana 101
Büro P.228F-FLSH
Madagaskar

00261(0)202223563 Post 35
00261(0)32/8709958

 

1. Aufgabenprofil

Kennenlernen der DAAD-Hochschularbeit im Kontext der internationalen Zusammenarbeit
Reflexion und Austausch über Fremdheitserfahrungen
Entwicklung und Erprobung von berufsvorbereitenden Lehrmaterialien
Entwicklung und Erprobung neuer Unterrichtsmethoden, vor allem mit Hilfe der Neuen Medien
Mitarbeit im Forschungsbereich Kultur, Interkulturalität und Nachhaltige Entwicklung
Mitarbeit in Kooperationsprojekten mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Deutschen Botschaft und dem Goethe-Zentrum zum Thema Nachhaltige Entwicklung
Aufbau eines Netzwerks zur Unterstützung der Studienreform (Kontakte zu Praktikumspartnern, Recherche von Experten aus Wirtschaft, Medien und Kultur)
Unterstützung beim Aufbau einer modernen, interkulturellen Auslandsgermanistik

2. Kurzbeschreibung der Praktikumsinstitution

Das Kollegium besteht derzeit aus zehn Dozenten (darunter zwei Professorinnen) und dem DAAD-Lektor, zeitweise ergänzt durch Gastdozenten, Tutoren und Praktikanten aus Deutschland und Österreich. Auch Bewerbungen aus der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein sind willkommen.
Vorlesungen, Seminare und Workshops werden in den Bereichen interkulturelle Landeskunde, angewandte Linguistik, Literaturwissenschaft, Didaktik, wissenschaftliches Arbeiten und praktische Berufsvorbereitung angeboten. Ergänzt wird dieses Angebot durch spezielle Kurse und Seminare zur Verbesserung der Sprach- und Studierkompetenz der Studenten.
Arbeits- und Unterrichtssprache ist Deutsch, ergänzt durch die Brückensprachen Französisch und Madagassisch.
Fakultät und Institut arbeiten basierend auf dem Profil Kultur, Interkulturalität und Entwicklung stark komparatistisch.

3. Praktikumsdurchführung

Die Praktikanten werden intensiv vorbereitet. Professionelle Betreuung vor Ort (Einarbeitung, Feedback, Arbeitspläne, Mitarbeitergespräche, Teamsitzungen) ist gewährleistet.
Einzelprojekte und Hospitationen sind jederzeit und in allen Bereichen erwünscht.
Praktika sind ganzjährig möglich, die Praktikumsdauer sollte mindestens drei Monate betragen.

4. Profil der Praktikumsbewerber/innen

Erwünscht ist ein Studium in Germanistik, Erziehungs-, Kommunikations- oder Kulturwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache, Politologie oder in einer anderen Geistes- und Sozialwissenschaft.
Die Einbringung selbst entwickelter Materialien ist ausdrücklich erwünscht.
Auslands-, Berufs- und Unterrichtserfahrung (Nachhilfe, Sprachkurse, Tutorien, (Volks-)Hochschule, Entwicklungszusammenarbeit, etc.) sind willkommen.
Französischkenntnisse sind von Vorteil.
Wir erwarten motivierte und neugierige Bewerber mit dem Willen selbstreflexiv und interdisziplinär zu lernen und gegebenenfalls zu lehren.

5. Leistungen

Förderungsmöglichkeiten bestehen über das Programm Promos. Förderungsmöglichkeiten bestehen über das Programm Promos. Weitere Informationen finden sich in der DAAD-Broschüre „Studium, Forschung, Lehre im Ausland – Förderungsmöglichkeiten für Deutsche“, in den Auslandsbüros und in der Broschüre des DAAD-Lektorats Madagaskar.
Die Praktikanten erhalten ein Praktikumszeugnis.
Wohnmöglichkeiten ab 100.- Euro pro Monat können vermittelt werden.
Das Institut steht als Kooperationspartner für Forschungs- und Abschlussarbeiten zur Verfügung.

6. Allgemeine Informationen

Madagaskar bietet eine vielfältige Kultur mit 18 friedlich zusammenlebenden Ethnien und eine beeindruckende Flora und Fauna und ist daher auch touristisch sehr interessant.
Die Lebenshaltungskosten liegen weit unter denen in Deutschland.

Kontakt: Uwe Birkel, DAAD-Repräsentant Madagaskar,
http://www.antananarivo.diplo.de/Vertretung/antananarivo/de/06/Studieren__in__Deutschland/seite__daad__2.html
Checkliste zum Aufenthalt in Madagaskar hier.
Außerdem eine Übersicht zum aktuellen Projekt

Stand: 02.2015


             Mosambik


Susanne Jahn (DAAD-Lektorin)

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Pädagogische Universität Mosambik
FACULDADE DE CIÊNCIAS DE LINGUAGEM, COMUNICAÇÃO E ARTES
Rua João Carlos Raposo Beirão, nº 135
Maputo
Tel.: 00258 84 1031499
Email: daad.mz01@gmail.com


1. Praktikumssituation

Jeweils ein Praktikumsplatz von mindestens drei bis maximal acht Wochen Dauer kann an der Pädagogischen Universität Mosambiks (UP) in Maputo angeboten werden. Die UP ist die zweitgrößte Universität des Landes und widmet sich vor allem der Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte. An der Fakultät für Sprachwissenschaften, Kommunikation und Künste gibt es seit 2015 einen Minor em Ensino do Alemão (d.i. ein zweijähriger Nebenfachstudiengang DaF, Niveau A2 – B2) mit zehn Wochenstunden pro Semester. Darüber hinaus werden Vorbereitungskurse DaF auf dem Niveau A1 angeboten.
Ein Praktikum kann jeweils im Zeitraum Februar bis Juni (1. Semester des Studienjahres) oder August bis November (2. Semester des Studienjahres) absolviert werden.

2. Praktikumsdurchführung

Der/die Praktikant/in wird von der DAAD-Fachlektorin betreut, deren Lehrveranstaltungen dem/der Praktikant/in zur Hospitation und Nachbesprechung offen stehen. Besteht der Wunsch, kann der/die Praktikant/in zudem in den Kursen (Niveau A1 – B1) des hiesigen Goethe-Zentrums, dem Instituto Cultural Moçambique Alemanha (ICMA) hospitieren. Denkbar sind zudem die Erstellung von zusätzlichem Lehrmaterial (insbesondere Musik und Poesie), Beiträge zur aktuellen Landeskunde, Unterstützung bei der Organisation der Bibliothek und die Mitarbeit an der Ausrichtung kultureller Veranstaltungen. Eigene Ideen und Vorhaben sind höchst willkommen.

3. Profil der/des Praktikumsbewerbers/in

Der/die Praktikant/in sollte (neben seiner/ihrer eigenen Sprachlernerfahrung) bereits Lehrerfahrung im Anfängerbereich DaF gesammelt haben, aufgeschlossen sein und nichts gegen Kreativität und Spontanität haben. Kenntnisse der portugiesischen Sprache sind wünschenswert, vor allem, um im Alltag von Maputo zurecht zu kommen.

4. Allgemeines

Der/die Praktikant/in kann in einer WG untergebracht werden. Das ist die günstigste Unterkunftsmöglichkeit in Maputo. Mit Preisen für Lebensmittel und Ausgehen wie sie in Deutschland üblich sind, ist zu rechnen. Nur Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln billig, allerdings sind diese wenig komfortabel, zudem geschehen die meisten Diebstähle dort. In Maputo gibt es einige Orte, die gemieden werden sollten, zudem sollte man nicht allein in der Nacht unterwegs sein. Dies gilt für Männer wie für Frauen. Taxifahrten sind jedoch zuverlässig. Maputo ist relativ klein und im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Städten geradezu beschaulich.
Das Visum muss in der Botschaft Mosambiks in Berlin wenigstens vier Wochen vor geplanter Einreise beantragt werden. Bei einem Aufenthalt von mehr als vier Wochen sind die geltenden Visavorschriften zu beachten. Die Fakultät und das Gabinete de Relações Internacionais der UP bieten jede erdenkliche Unterstützung.

Stand: 02.2015


             Namibia


Prof. M. Zappen-Thomson und Dr. Julia Augart

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University of Namibia
Section German
Department of Language and Literature Studies
Private Bag 13301 Pionierspark
340 Mandume Ndemufayo Avenue
Windhoek, Namibia
Tel.: +264(0)61 206 3856
www.unam.na
www.daad.de

 

Die Sektion Deutsch an der Universität Namibia (UNAM)

Grundsätzliches:
Die „Section German“ ist Teil des „Department of Language and Literature Studies” innerhalb der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Namibia (UNAM). Das akademische Jahr besteht aus zwei 14wöchigen Semestern; jedes Semester wird durch einen Prüfungszeitraum abgeschlossen. In der Regel beginnen Vorlesungen im Februar und gehen bis Ende Mai und ab Juli wird die Lehre bis Anfang November fortgesetzt.
Ein Praktikum ist nur in der Vorlesungszeit möglich und sollte mindestens 4 Wochen dauern.

Personallage:
In der Abteilung arbeiten: Frau Prof. Zappen-Thomson und Frau Dr. Augart sowie ein/e DAAD-Lektor/in. Seit 2008 wird die Abteilung durch eine DAAD-Sprachassistenz unterstützt.

Studiengänge:
Die Abteilung bietet verschiedene Studiengänge an:

- „German as Applied and Business Language“ in dem vorwiegend die deutsche Sprache unterrichtet wird

- „German Studies“, Lehrveranstaltungen zur deutschen Literatur, Linguistik, Landeskunde sowie deutsch-afrikanisch/namibische Beziehungen

- Postgraduate Diploma in Translation, Diplom in Übersetzen und Dolmetschen

- Professional Diploma in Secondary Education

N.B.: In den German Studies besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen literaturwissenschaftlichen und linguistischen Modulen.

Das Praktikum

Hospitation und Betreuung:
Generell ist Hospitation in allen angebotenen Studienmodulen möglich. Sowohl Frau Zappen-Thomson als auch Frau Augart übernehmen die Betreuung der/des Praktikantin/en an UNAM.

Arbeitsmöglichkeiten und Einsatz:
In der Regel sollte die/der Praktikant/in hospitieren, es ist nach Absprache aber möglich einige Unterrichtseinheiten zu übernehmen. Das Konzipieren und Korrigieren von Semester-Examen ist nicht möglich, jedoch kann bei Testen innerhalb der Vorlesungszeit mitgewirkt werden.
Die/der Praktikant/in kann auf Wunsch und im Rahmen des Möglichen in die allgemeine Kulturarbeit miteinbezogen werden. Die Unterstützung der studentischen Vereinigung „Schiller Club“ und der Facebook Seite ist erwünscht. Nach Absprache mit den Verantwortlichen vor Ort ist die Initiierung neuer Projekte möglich.

Profil der/des Bewerberin/s:

Germanistik mit Schwerpunkt DaF (höheres Semester)
Gute bis sehr gute Englisch-Kenntnisse
Initiativ, selbständig, interkulturell, teamfähig

Allgemeine Inforamtionen:

Bei der Wohnungssuche kann die Abteilung behilflich sein. Wohngemeinschaften sind in der ausländischen Praktikanten-Szene beliebt, studentisch aber weniger bekannt. Ein WG-Zimmer kostet ca. 250 EUR. Die Lebenshaltungskosten betragen ca. 350 EUR.
Als Wohnort ist Windhoek auch für Frauen allein geeignet. Nach Anbruch der Dunkelheit sollte jede/r generell darauf verzichten, allein zu Fuß unterwegs zu sein.
Neben den Standard-Impfungen sind Hepatitis A+B (als Kombinationsimpfung) empfohlen. Je nach Reiseunternehmungen sollte für Malaria-Prophylaxe (im Norden des Landes) gesorgt sein, Windhoek selbst ist kein Malaria-Gebiet.
Da ein/e Praktikant/in in Namibia kein Arbeitsverhältnis mit einem einheimischen Arbeitgeber eingeht, bedarf es keines Arbeitsvisums – stattdessen muss bei der Namibischen Botschaft in Berlin ein „study permit“ beantragt werden. Weitere Informationen unter http://www.namibia-botschaft.de . Bitte frühzeitig beantragen, da es einige Zeit dauern kann und Kopie des Antrags an die Deutschabteilung schicken. .

Stand: 02.2014


Julia Perestrelo (nicht DAAD, Leiterin der Sprachabteilung)

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Goethe-Zentrum/NaDS
Sprachleitung
P.O. Box 1208
Windhoek, Namibia
Tel.: 00264 – 61 – 24 89 84
Fax: 00264 – 61 – 22 12 56

 

ab Januar 2010 Praktikanten für die Sprachabteilung gesucht

 

Anforderungen:

- abgeschlossenes Grundstudium
- Magister-, Master- oderZusatzstudium "Deutsch als Fremdsprache" oder Zusatzqualifikation"Deutsch als Zweitsprache"
- Erfahrung mit Lehrtätigkeit von Vorteil

Aufgaben:

- Sprachkursarbeit: Hospitation und angeleitetes Unterrichten in Anfängerkursen
- Kundenbetreuung: Beratung, Kursplanung, Organisatorisches
- Projekte: Vorbereitung und Mitarbeit bei kulturellen Events

Bei Interesse schicken Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an die obige Adresse.

Stand: 11.2009


            Oman


Andrea Cornelissen (DAAD-Lektorin)

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German University of Oman (GUtech)
PO Box. 1816, Athaibah PC 130.
Sultanate of Oman
Tel. : +968 2206 1140
E-Mail : Andrea.Cornelissen@gutech.edu.om
Homepage : www.gutech.edu.om

 

Die German University of Technology in Oman (GUtech) ist eine private Universität in der Haupstadtregion Maskat. Sie wurde 2007 eröffnet, hat ca. 1200 Studierende und kooperiert eng mit der RWTH-Aachen.
Deutsch wird studienbegleitend in den ersten 5 Semestern des Bachelorstudiums unterrichtet. In der Deutschabteilung arbeiten ab September 2014 vier Lehrkräfte.
In unseren Lerngruppen sind maximal 18 Studierende. Die Kurse umfassen 4UE /wöchentlich. Wir betreuen pro Semester insgesamt rund 250 Studierende, die Zahl ist steigend.
Unser Lehrwerk ist Aussichten A1 und Aussichten A2 aus dem Klett-Verlag. Zusätzlich verfügen die Studierenden über umfangreiches Selbstlernmaterial auf unserer Moodle Plattform.
Ein Praktikum ist am besten im WS (zwischen Ende September und Januar) möglich. Das Praktikum muss nicht das gesamte Semester umfassen, aber es wäre sinnvoll mindestens 2 Monate für die Tätigkeit einzuplanen.
Die Betreuung des Praktikums wird von allen festangestellten Lehrkräften der Deutschabteilung wahrgenommen, d.h. die Praktikanten können in allen Kursen hospitieren. Ein Hospitationsplan wird wöchentlich erstellt. Die Kurstypen reichen von A1.1 bis A2.1.
Was unsere Erwartungen an die Praktikanten angeht, so wünschen wir uns die Übernahme von sogenannten Schnupperkursen für Studierende, die noch im Foundation Year sind, Betreuung und Hilfestellung der Studierenden am sogenannten help desk und Mithilfe in den jeweils laufenden Deutschprojekten. Das sind Kulturprojekte, die jeweils für das neue Semester definiert werden.
Wir wünschen uns ferner Mithilfe bei der Materialerstellung, bei der Testausarbeitung und der Durchführung von mündlichen Prüfungen.
Lehrerfortbildungen können möglicherweise am G.I. wahrgenommen werden. Das kann jedoch nicht verbindlich zugesagt werden. Die Teilnahme am Pedagogical Exchange (PEDEX) einmal pro Monat, an dem Dozenten des Deutschen und Französichen ihre Lehrerfahrung zu unterschiedlichen Themen diskutieren, ist sicher möglich.
Von unseren Bewerbern auf die Praktikumsstelle erwarten wir DaF im Haup-oder Nebenfach. Gute Englischkenntnisse, interkulturelle Kompetenz und ein sensibles Auftreten in einem konservativen Land.
Wohnmöglichkeiten gibt es im Gästehaus oder Studentenwohnheim der Universität auf dem Campus bzw in einer Gemeinschaftsunterkunft, in der auch Praktikanten aus anderen Fachbereich untergebracht sind. Das Land ist auch für Frauen allein geeignet. Die Visum–Formalitäten müssen vorab mit der Personalabteilung besprochen werden. Lebenshaltungskosten sind vergleichbar wie in Deutschland.

Stand: 01.2015


             Südafrika


Daniela Auer (nicht DAAD)

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University of Stellenbosch
Department of Modern Foreign Languages
Private Bag X1Matieland 7602
Südafrika

 

1. Informationen zur Universität und zur Deutschabteilung

Die Universität Stellenbosch ist eine der ältesten Universitäten in Südafrika. Deutsch wird am Department of Modern Foreign Languages unterrichtet und ist die größte Deutschabteilung im Land.
Es werden zwei unterschiedliche Programme angeboten: Ein DaF Kurs, der in erster Linie für Studierende gedacht ist, die ein Deutschstudium an der Uni beginnen und daher über keine sprachlichen Vorkenntnisse verfügen. Der hauptsächlich literaturwissenschaftlich ausgerichteten Kurs richtet sich an Studierende, die einen Schulabschluss in Deutsch nachweisen können, über ein sehr gutes Verständnis der deutschen Sprache verfügen, aber meist ihr Schriftdeutsch noch erheblich verbessern müssen.
Die Studierenden kommen aus unterschiedlichen Programmen, zum Beispiel BA Sprachen und Kultur oder BA International Studies. Die Fächerkombinationen sind sehr vielfältig.
Das akademische Jahr beginnt im Februar und endet im Dezember. Es ist in Semester und diese wiederum in Quartale eingeteilt. Fast alle Kurse sind Jahreskurse. Im Juni/Juli gibt es eine vierwöchige Pause.
Weitere Informationen unter http://www.sun.ac.za/forlang/

2. Praktikumsdurchführung

Das Praktikum umfasst folgende, aber nicht unbedingt alle Tätigkeitsbereiche:

  1. Hospitation bei Vorlesungen, Seminaren und Tutorien
  2. Aufstellen von schriftlichen und mündlichen Übungen im DaF - Zweig
  3. Korrektur von schriftlichen Arbeiten
  4. Selbstständige Erarbeitung und Entwicklung von Material für Konversationsstunden (DaF)
  5. Vorbereitung und Abhalten von Konversationsstunden und ggf. Tutorien und Seminaren
  6. Recherche für den Literatur- und/oder Sprachunterricht
  7. Aufsicht und Beratung der Studierenden im Computerlabor, Entwicklung von zusätzlichem Material für computergesteuerten Sprachunterricht
  8. Planung von Zusatzveranstaltungen wie z.B. Filmabenden
  9. Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen wie z.B. Forschungsseminaren oder Kolloquien

Andere Aktivitäten in Absprache mit dem Betreuer oder der Betreuerin.

Praktikumsdauer: mindestens 6 Wochen bis zu drei Monaten
Termine: Semester 1: Mitte Februar bis Ende Mai
Semester 2: Mitte Juli bis Ende Oktober
Bewerbungstermine:
Für Praktika im 1. Semester: 31. August des Vorjahres
Für Praktika im 2. Semester: 28. Februar

PraktikantInnen werden im Laufe des Praktikums von KollegInnen der Abteilung betreut. Nach der Ankunft wird in Absprache mit der Praktikantin oder dem Praktikanten entschieden welche Aufgaben und Tätigkeitsbereiche er/sie übernimmt.
Am Ende des Praktikums wird eine Beurteilung ausgestellt.

3. Profil des Bewerbers / der Bewerberin um ein Praktikum

Bewerber/innen mit fachlicher Ausrichtung vorzugsweise in Deutsch als Fremdsprache, die mindestens zwei Studienjahre absolviert haben, aber auch fortgeschrittene Studierende der Germanistik und angrenzender philologischer und kulturwissenschaftlicher Fächer können sich bewerben. Relevante Lehrerfahrungen in Deutsch als Fremdsprache sind ein Bewerbungsvorteil. Sehr gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt, zudem sind Teamfähigkeit, Lernbereitschaft, Motivation, Kreativität, Offenheit gegenüber der kulturellen Vielfalt des Gastgeberlandes erwünscht.

4. Allgemeine Informationen

Wohnmöglichkeiten: Es gibt die Möglichkeit, im Studentenwohnheim zu wohnen, die alle gut zu Fuß erreichbar sind. Stellenbosch ist eine kleine Universitätsstadt mir vielen Möglichkeiten (Theater, Musik, Kneipen) und eine der sichersten Städte in Südafrika. Es ist ungefähr 40 km von Kapstadt entfernt.

PraktikantInnen müssen sich für die Dauer Ihres Praktikums als „affiliated student“ der Universität einschreiben. Einzelheiten unter: .
http://www.sun.ac.za/international/study-abroad/study-abroad-research-visit-internship
(Weitere Infos: http://www.studysa.co.za/)
Gemäßigtes Klima, Impfungen nicht nötig.

 

Stand: 02.2015


             Togo


Annik Brigitte Köhne (DAAD-Lektorin)

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c/o Deutsche Botschaft Lomé
Werderscher Markt 1
10117 Berlin

 

1. Das Studium an der Deutschabteilung der Université de Lomé

An der Deutschabteilung der Université de Lomé unterrichten 17 togoische DozentInnen, drei davon habilitiert,eine DAAD-Lektorin und manchmal auch eine DAAD-Sprachassistentin als Muttersprachlerinnen.
Die Deutschabteilung bietet eindreigliedriges Germanistikstudium an: Licence (3 Jahre), Master (2 Jahre) und Doctorat (3 Jahre). Im ersten Studienjahr belegen die StudentInnen vorwiegend sprachpraktische Veranstaltungen wie Sprach-, Grammatik-, und Phonetikkurse und Einführungen in Landeskunde, Literaturwissenschaft und Übersetzen. Ab dem dritten Studienjahr können die StudentInnen sich in "Civilisation" (deutsche Kultur-/Kolonialgeschichte) oder Literaturwissenschaft spezialisieren.
Die Zahl der Studierenden ist pro Jahr sehr hoch. Dennoch werden sie für die Kurse oft nicht in kleinere Gruppen aufgeteilt, weswegen die Vorlesungssäle oft hoffnungslos überfüllt sind. Aufgeschlüsselt sehen die Zahlen folgendermaßen aus.
Licence:
1. Studienjahr            ca. 500
2. Studienjahr            ca. 350
3. Studienjahr            ca. 250
Master:
1./2. Studienjahr            ca. 20

Der Beginn des Wintersemesters liegt Anfang Oktober. Mitte Januar endet das Wintersemester, die Prüfungen finden Ende Januar statt. Das Sommersemester geht von Ende Februar bis Mitte Juni. Mit Planänderungen (z.B. wegen studentischer Streiks) muss man jedoch immer rechnen.


2. Praktikumsdurchführung

Mögliche Praktikumsbereiche
- Hospitieren und/oder eigene Unterrichtsversuche in meinen Lehrveranstaltungen (Bachelorstudiengang: Grundkurs, Phonetik, Konversation, Landeskunde, Linguistik; Masterstudiengang: Wissenschaftliches Arbeiten) und nach Absprache auch bei KollegInnen in den Bereichen Sprachpraxis, Literaturwissenschaften, Übersetzen und "Civilisation".
- Hospitieren in der Studien- und Stipendienberatung. Falls erwünscht, auch eigene Beratungsversuche.
- Mithilfe bei der Abnahme des Online-Einstufungstests Deutsch als Fremdsprache (OnDaF).
- Unterstützung des Deutschklubs der Université de Lomé bei seinen Aktivitäten (z.B. Kulturwochen, Ausflüge, Theatergruppe, Chor, Lesewettbewerb,...)
Organisation von Zusatzaktivitäten für GermanistikstudentInnen (z.B. Filmvorführungen, Gesprächsrunden mit deutschen Gästen usw.)
- Beteiligung an der Bibliotheksarbeit (Aussortieren von nicht benötigten Werken, Organisation von Bücherspenden, Einbibliographieren und Verschlagworten von Werken im Online-Literaturverwaltungssystem PMB, Mitarbeit beim Einrichten und Verwalten eines elektronischen Ausleihsystems, Erstellung von Bestelllisten)
- Beteiligung an Sonderprojekten in den Bereichen berufliche Qualifikation togoischer GermanistikstudentInnen, Hochschuldidaktik, Hochschulkooperation, Bildungsmarketing und/oder Kulturmanagement (z.B. Organisation von PC-Kursen, Berufworkshops und Praktikumsplätzen für die GermanistikstudentInnen, DozentInnenfortbildungen, Aufbau von Institutspartnerschaften, Informationsmessen, Studienreisen etc.)
Die inhaltliche Schwerpunktsetzung des Praktikums und die Intensität der Betreuung hängen von Ihrem persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten ab.
Am Goethe-Institut lassen sich nach Absprache eventuell auch Hospitationen und Unterrichtsstunden vereinbaren.
Wegen der Zeit, die man braucht, um sich zu orientieren und einzuleben, ist es anzuraten, mindestens sechs Wochen für das Praktikum einzuplanen.

Was ich anbiete:

- Einblicke in die genannten Tätigkeitsbereiche
- Unterstützung bei der Anreise (Schreiben an den Dekan, um Praktikumserlaubnis einzuholen, Terminfindung, Tipps zur Unterkunftssuche und Reisevorbereitung)
- Vorstellung an der Abteilung, Einweisung in die Örtlichkeiten und Arbeitsbereiche
- Gemeinsame Erstellung eines Praktikumsplans
- Regelmäßige Praktikumsbesprechung
- Praktikumszeugnis
- Eine Vergütung ist leider NICHT möglich. Je nach Art des Studiums gibt es jedoch die Möglichkeit, beim DAAD ein Stipendium zu beantragen Infos hier)

Was ich erwarte:

- Neben dem Hospitieren, Unterrichten und/oder der Projektarbeit auch Übernahme von Routineaufgaben in angemessenem Umfang (ca. 10-20% der Zeit), wie Pflege von Datenbanken, Mitarbeit bei der Noteneingabe etc.
- Eine gewisse Eigeninitiative bei der Ausführung der vereinbarten Aktivitäten
- Präsenz an der Deutschabteilung und Bereitschaft zum Kontakt mit GermanistikkollegInnen und -studentInnen.

3. Profil des/r Bewerberin um ein Praktikum

BewerberInnen sollten aus Bereichen kommen, die eine direkte Verbindung zu den beschriebenen Tätigkeitsfeldern aufweisen: DaF, Erwachsenenbildung, Germanistik, Kolonialgeschichte, Kulturwissenschaften/-management, Linguistik, Übersetzen/Dolmetschen, Bibliothekswissenschaften. Ebenso denkbar wären aber auch PraktikantInnen, die berufspraktische Workshops (Informatik, Tourismus, Projektmanagement, Marketing, ...) oder künstlerische Projekte (Theater, Radio, Film, ...) mit den StudentInnen organisieren.
Für den Unterricht ist Lehrerfahrung hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Wichtiger ist, dass Sie es sich zutrauen, mit einer gesunden Portion Selbstsicherheit vor Kurse mit bis zu 250 Teilnehmern zu treten und über eine gewisse Stimmgewalt verfügen, damit auch die StudentInenn im hinteren Teil des Raums erreicht werden. Französischkenntnisse sind an der Universität nicht nötig, aber wichtig für das Alltagsleben.
Die BewerberInnen sollten offen und geduldig im Umgang mit anderen Kulturen sein. Genauso sind Spontanität und eine gewisse Flexibilität wichtig, da sich die Dinge in Togo schnell ändern können.

4. Allgemeine Informationen

Umfangreiche praktische Informationen (Packliste, Visumsformalitäten, Impfungen, Versicherung, Anreise, Unterkunft und zum Leben in Lomé) sind auf der Praktikantenseite des Goethe Instituts Lomé zu finden: http://www.goethe.de/ins/tg/lom/uun/prk/vpfp/deindex.htm
Falls Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.

Stand: 11.2013


             Tunesien


Selma Dündar (DAAD-Lektorin)

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Selma Dündar
DAAD-Lektorin
Lectrice du DAAD
Deutscher Akademischer Austauschdienst
L'Office Allemand d'Echanges Universitaires

Université de Gabès
Institut Supérieur des Langues de Gabès
Section d'Allemand
Rue Ali Jemal
6000 Gabès
Tunisie

Sprechstunden / les horaires de consultation
Dienstags / les mardi 9:00 h - 11:00 h

Tel.: +216 29555745
Mail: daad-lektorat.gabes@gmx.de
www.daad.de
www.daad.tn

1.Beschreibung der Praktikumssituation

1.1. Vorstellung des Spracheninstitus Gabès (Institut Supérieur des Langues de Gabès – ISLG):
Das ISLG zählt zu den Hochschulen und Instituten der Universität Gabès, die vier Regierungsbezirke im Süden Tunesiens umfasst: Gabès, Mednine, Tataouine und Kebili.
Im Jahre 2000 gegründet, ist das Institut relativ jung. Das Institut bietet folgende Fachrichtungen an: Deutsch; Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Arabisch. Die Zahl der Studenten beträgt insgesamt 2548, davon 268 Germanistikstudenten (Angaben aus dem Jahr 2013/2014). Darüber hinaus sind zwei Masterstudiengänge bereits eingeführt, ein Masterstudiengang in Französisch Fondamentale und einer in Englisch Appliquée. Für das nächste Jahr 2014/2015 ist ein Masterstudiengang „German Studies“ geplant.

1.2 Vorstellung der Deutsch-Abteilung des ISLG:
Die deutsche Abteilung hat bis 2014 zwei Licence-Studiengänge (Bachelor) angeboten: Allemand Fondamentale (Germanistik) und Allemand Appliquée (Angewandtes Deutsch), wobei letzterer nun ausgelaufen ist.
2013/2014 sah die Verteilung der Studenten der deutschen Abteilung folgendermaßen aus:
- 95 Studenten im 1. Jahr Fondamentale, geteilt in 2 Gruppen, 48 Studenten pro Gruppe
- 74 Studenten im 2. Jahr Fondamentale, geteilt in 2 Gruppen, 37 Studenten pro Gruppe
- 66 Studenten im 3. Jahr Fondamentale, nur eine Gruppe
- 23 Studenten im 3. Jahr Appliquée, nur eine Gruppe
Die deutsche Abteilung besteht aus 10 Lehrkräften: Ein Maitre Assistant für Landeskunde, vier Lehrassistenten für Literaturwissenschaft und vier Lehrbeauftragte. Ab 2013/2014 besteht ein DAAD-Lektorat am ISLG. Bis auf die DAAD-Lektorin gibt es momentan keine deutschen Muttersprachler. Im geplanten Masterstudiengang werden allerdings deutsche Gastprofessoren lehren.

1.3 Niveau der Studierenden:
Studierende der Germanistik haben bereits im Gymnasium mindestens zwei Jahre (à 2 WS) Deutsch als Dritte Fremdsprache gelernt.
Das Niveau im ersten Studienjahr der Licence sollte also bei A2 liegen, im zweiten Studienjahr bei B1/B2 und im dritten Studienjahr bei B2/C1. In der Realität liegt das Niveau der Mehrheit allerdings weit darunter.

1.4 Curriculum der Licence „Allemand Fondamental“:
Der Studiengang setzt sich aus den drei Modulen „Sprache, Literatur und Landeskunde“ zusammen mit folgenden Lehrinhalten:

1. Sprache (Langue):
- Grammatik, Phonetik, Morphologie, Syntax
- Mündlicher Ausdruck: Kommunikation, Konversation, Zusammenfassung
- Schriftlicher Ausdruck: Leseverstehen und Textproduktion

Ab dem 2.Studienjahr zusätzlich
- Übersetzung (Arabisch-Deutsch; Deutsch-Französisch-Deutsch)

Ab dem 3.Studienjahr:
- Textlinguistik
- Übersetzung
- Einführung in die allgemeine Linguistik, Theorien der Lingusitik

2. Literatur (Littérature)
- 1.Semester: zeitgenössische Prosa
- 2. Sem: zeitgenössische Poesie
- 3.Sem: Von der Aufklärung zu Sturm und Drang (1830-48) Einführung in die Literatur
- 4.Sem: Vom Klassizismus zur Romantik (1848-1900)
- 5.Sem: deutsche Literatur im 20.Jhd. (1900-1945)
- 6.Sem: deutsche Literatur nach 1945.

3. Landeskunde (Civilisation allemandes)
- 1.Semester: Gesellschaft, Institutionen, das politische und wirtschaftliche System von Deutschland, Österreich und der deutschen Schweiz (anhand von Texten)
- 2. Sem: Gesellschaft, Institutionen, das politische und wirtschaftliche System von Deutschland, Österreich und der deutschen Schweiz (anhand von Texten, Filmen etc.)
- 3.Sem: Die Aufklärung und die französ.Revolution, Wiener Kongress (historische Dokumente; Texte; Filme)
- 4.Sem: Das Deutsche Reich unter Bismark, die industrielle Revolution in Deutschland
- 5.Sem: Imperialismus unter Wilhelm II. ; 1.WK (Ursachen und Folgen), Weimarer Republik, 2.WK.
- 6.Sem: Nachkriegsdeutschland, die Wiedervereinigung, Deutschland und die Europäische Union

Außerdem müssen die Germanistik-Studierenden weitere Fremdsprachen (wie Englisch, Französisch und Arabisch) sowie Wahlfächer, wie z.B. Menschenrechte, Übersetzung etc. belegen.
In der Gestaltung der Lehrinhalte sind die Lehrenden ziemlich frei, es gibt keine vorgeschriebenen Lehrwerke. Gerne dürfen für ein Praktikum auch eigene Vorschläge Lehrwerke bezüglich oder Leseproben mitgebracht werden.
Durch eine umfangreiche Bücherspende der Universität Dresden und eine Privatspende wird die Bibliothek der Deutsch-Abteilung nun um ca. 1000 Bücher erweitert.

1.5 Semesterverlauf: Das Studienjahr beginnt mit dem Wintersemester offiziell Mitte September und endet Mitte Januar. Der Unterricht beginnt in der Praxis meist erst Anfang Oktober (Im September kommen viele Studenten nicht) und endet Mitte Dezember. Für die Studierenden schließt sich dann eine Lernphase von 2 Wochen an, die in die finalen Prüfungen (examen finale) Anfang Januar mündet. Manche Fächer werden in Zwischenklausuren (devoir surveillé - DS) bereits im November geprüft. Offiziell beginnt direkt im Anschluss an die finalen Prüfungen, also ca. mit der zweiten Januarwoche, das Sommersemester, aber auch hier beginnt der Unterricht in der Praxis erst gegen Ende Januar. Die letzten beiden Märzwochen sind Frühlingsferien und davor oder danach sollten die DS-Prüfungen stattfinden. Unterricht wird dann bis Ende April gehalten und im Mai beginnt dann die Prüfungsphase. Eine Woche examen finale Anfang Mai und eine zweite Prüfungsphase der Nachhol-Klausuren im Juni. Nach den Notenkonferenzen Ende Juni endet das Studienjahr. Juli und August sind Semesterferien. Erfahrungsgemäß wäre ein Praktikum also entweder im Wintersemester in den Monaten Oktober, November und in der ersten Dezember-Hälfte sinnvoll, oder im Sommersemester im Februar, in der ersten März-Hälfte und im April. Die Länge des Praktikums sollte mindestens zwei Wochen bis zu maximal zweieinhalb Monaten betragen.

2. Praktikumsdurchführung

Die DAAD-Lektorin steht gerne zur Betreuung des Praktikums bereit. Die meisten KollegInnen sind damit einverstanden, dass in ihren Kursen hospitiert wird. Es sollte im Vorhinein per Email in etwa geklärt werden, welche Kurse in Frage kommen, wo das Interessengebiet liegt. Ob die Praktikanten eigene Kurse übernehmen können, hängt von der Länge des Praktikums ab und muss mit der Univerwaltung abgesprochen werden. Ansonsten wäre Teamteaching eine Variante eigene Lehrerfahrung zu sammeln.
Muttersprachler sind außerdem besonders im Mündlichen Ausdruck, Konversation und Phonetik gefragt.
Es besteht außerdem die Möglichkeit verschiedene Arbeitsgemeinschaften zu betreuen, wie z.B. eine Theater-AG, den Diskussionsklub, die Studentenzeitung usw.
Da die erwähnte Bücherspende erst kürzlich ankam, wäre hier vielleicht auch eine Unterstützung bei der Katalogisierung denkbar.
Leider gibt es neben dem ISLG in Gabès keine Institution wie das Goethe Institut oder ähnliches, das Gabès eher eine kleine Stadt ist. Exkursionen nach Tunis (400 km nördlich) sind natürlich möglich, um die Infrastruktur Tunesiens und verschiedene deutsche Institutionen kennenzulernen.
Bei Interesse an Sprachkursen (Französisch oder Arabisch) müsste man mit der Universität über Möglichkeiten an der Teilnahme am Fremdsprachenunterricht (Arabisch/Französisch) sprechen oder privat organisieren, beispielsweise im Tandem.

3. Profil der Bewerber

Da sowohl Lit.wiss., Linguistik, Übersetzung, Landeskunde als auch Didaktik DaF gelehrt werden, sind jegliche Ausrichtungen der Bewerber erwünscht. Anzumerken wäre hier, dass enorm viele LiteraturwissenschaftlerInnen unter den Lehrenden der Deutschabteilung existieren. Linguistik und DaF wird eher benötigt.
Eigene Unterrichtserfahrung ist keine Voraussetzung.
Auch Sprachkenntnisse in Tunesisch-Arabisch sind keine Voraussetzung, allerdings wäre es von Vorteil, wenn zumindest Französisch-Kenntnisse vorhanden wären.
Mitzubringen sind gute Laune, Offenheit, Geduld und eine große Ambiguität.

Allgemeine Informationen

Gabès liegt 400 km südlich von Tunis auf der Höhe von Djerba am Golf von Gabès. Umgeben von einer großen Palmenoase liegt Gabès zwar idyllisch am Meer und nicht weit von der Wüste, ist aber aufgrund der großen Phosphat-Industrie nicht touristisch erschlossen. Eher bildet Gabès einen Knotenpunkt für Tunesien-Reisende, die nach Djerba oder in die Wüste wollen.
Die Lebenshaltungskosten sind relativ niedrig, was Nahrung und Wohnen betrifft. Kleidung ist dagegen eher teuer.
Für ca. 100 Euro kann man relativ gut wohnen. Wohngemeinschaften sind eher selten, aber das muss man vor Ort klären. Fürs Erste gibt es die Möglichkeit bei der DAAD-Lektorin unterzukommen oder in einem Hotel.
Frauen sollten darauf achten, nicht zu knappe und auffällige Kleidung zu tragen, auch wenn es in Gabès ab April bis Oktober sehr heiß werden kann. Von kurzen Röcken ist grundsätzlich abzuraten. Respektiert man diese Kleidervorschriften, hat man normalerweise auch keine Probleme. Die Menschen sind sehr nett und hilfsbereit, aber auch neugierig und gucken, wenn Fremde nach Gabès kommen.
Deutsche brauchen für die Einreise nach Tunesien nur einen Reisepass, kein Visum und haben dann für vier Monate einen Touristenstatus, was für ein Praktikum also völlig ausreicht. Spezielle Impfungen sind nicht gefragt. Mit dem scharfen Essen sollte man anfangs aufpassen.

Stand: 01.2015

Elena Hermanns (DAAD-Lektorin)

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Université La Manouba
Faculté des Lettres, des Arts et des Humanités
Section d'Allemand BP
2010 La Manouba

http://www.uma.rnu.tn (Université La Manouba)
http://www.daad.de (office allemand d'echanges universitaires)

 

1. Das Studium an der Deutsch-Sektion der Université La Manouba in Tunis

Die Université La Manouba ist die "historische" Universität Tunesiens. In den 1980er Jahren wurde sie aus der Hauptstadt heraus aufs Land verlegt, fünf Kilometer westlich in den kleinen Ort La Manouba. Die Universität war ursprünglich geisteswissenschaftlich ausgerichtet, inzwischen sind zahlreiche andere Schwerpunkte hinzu gekommen (es gibt zwölf Fakultäten).
Die Fremdsprachen-Abteilung ist an der Faculté des Lettres, des Arts et des Humanités angesiedelt. Das Studienfach „deutsch“ liegt hinter den Sprachen „arabisch“, „französisch“ und „englisch“ auf Platz vier, damit noch vor „italienisch“ und „spanisch“; außerdem können hier die Sprachen „hebräisch“, „koreanisch“, „russisch“ und „türkisch“ studiert werden.
Seit 1976 gibt es die Deutsch-Sektion an der Université La Manouba, die seitdem kontinuierlich wächst. Es sind hier zur Zeit zehn Deutsch-Dozenten (Landeskunde, Linguistik und Literaturwissenschaft) beschäftigt (davon zwei Professuren und ein DAAD-Lektorat mit Sprachassistenz). Seit 1987 besteht hier ein DAAD-Lektorat.
Es sind über 400 Deutsch-Studierende an der Université La Manouba eingeschrieben (zur Zeit im ersten Jahrgang über 220). In den ersten beiden Studienjahren findet ein intensiver Sprachunterricht statt; denn das Sprachniveau der Deutsch-Studierenden ist zu einem Großteil unter gewohntem Universitätsniveau. Die Zahl der Studierenden ist sehr hoch und wächst stetig (im nächsten Studienjahr auf voraussichtlich 300 im ersten Jahrgang). Der studentische Frauenanteil liegt bei achtzig Prozent. Die Seminarräume sind oft hoffnungslos überfüllt mit bis zu achtzig Teilnehmern. Die Praktikanten sollten darum über eine gute Stimmgewalt verfügen, damit die Studenten auch im hinteren Teil des Raums erreicht werden.
Bis zu zehn Prozent der Studierenden dieser Sektion sind Deutsche: Sie sind als Kinder der sogenannten Gastarbeitergeneration zumeist bis zum sechsten Lebensjahr in einer deutschen Großstadt aufgewachsen. Viele haben verwandtschaftliche Bindungen nach Deutschland. Im ersten Studienjahr belegen die Studenten vorwiegend sprachpraktische Veranstaltungen wie Sprach-, Grammatik-, und Phonetikkurse und Einführungen in Landeskunde, Linguistik und Literaturwissenschaft. Im zweiten und dritten Studienjahr werden diese Bereiche vertieft. Die Studierenden entscheiden sich für einen Abschluss in „fondamental“ (philologisch) oder „appliqué“ (angewandt).

2. Praktikumsdurchführung

Der Hauptteil des Praktikums kann in der Sprachpraxis (Grundkurs: mündlicher und schriftlicher Ausdruck) absolviert werden. Nach Absprache mit den Kollegen ist eine Hospitation in den Seminaren zu Literatur und Landeskunde möglich. Die Praktikanten können demnach alle Jahrgänge kennenlernen.
Am Goethe-Institut lassen sich nach Absprache Praktikumsstunden vereinbaren, denn die Kooperation mit dem Goethe-Institut in Tunis, das hier seit fünfzig Jahren vor Ort ist, funktioniert sehr gut.
Je nach Praktikumsausrichtung und Interessen gibt es die Möglichkeit, im Sprachpraxisbereich eigene Unterrichtsversuche durchzuführen. Gerade für den Grundkurs im ersten Jahr sind immer neue Ideen gefragt, wenngleich mit einem festen Lehrbuch unterrichtet wird.

3. Profil des/r Bewerberin um ein Praktikum

Bewerbungen um ein Praktikum werden sehr gerne gesehen. Bewerber sollten möglichst aus dem Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) oder dem allgemeinen Lehrerberuf kommen. Arabische oder Französische Sprachkenntnisse sind an der Deutsch-Sektion der Universität nicht notwendig, aber wichtig für den Alltag in Tunis (englisch ist teilweise möglich). Die Bewerber sollten offen, humorvoll und geduldig im Umgang mit anderen Kulturen sein. Genauso sind Spontanität und Flexibilität gefragt.

4. Allgemeine Informationen

Wohnmöglichkeiten
Es gibt eine internationale Wohngemeinschaft in einem renovierten Haus in der Altstadt von Tunis (Medina). Hier wohnen auch die Praktikanten des Goethe-Instituts und der Deutschen Botschaft oder die Sprachassistentin des DAAD. Die Vermieterin ist eine Deutsche, die seit Jahrzehnten in Tunis lebt.

Lebenserhaltungskosten
Will man europäisch leben, muss man mit Lebenshaltungskosten wie in Südeuropa rechnen. Bei einem aktuellen internationalen Ranking der preiswertesten Metropolen in der Welt ist Tunis unter den ersten zehn preiswertesten Städten.

Geld und Finanzen
Wer eine Kreditkarte besitzt, kann in in Tunesien vor allem mit VISA-Card bezahlen. Bargeld in Form von Euro lässt sich überall in Tunesische Dinar umtauschen. Tunesische Devisen dürfen weder ein- noch ausgeführt werden.

Klima und Kleidung
In Tunesien herrscht ein mildes bis heißes Klima mit Temperaturen von zwanzig bis vierzig Grad. Von Dezember bis Februar ist Winterzeit; hier kann es empflindlich kalt werden (sieben bis sechzehn Grad) – zumal viele Häuser keine Heizung haben. Die heißesten Monate sind Juli und August mit bis zu vierzig Grad.

Organisatorisches
Tunesien ist für Frauen unter Beachtung allgemeiner Sicherheitsvorkehrungen kein Problem. (Fünzig Prozent der tunesischen Frauen sind berufstätig.) Die Einreise erfolgt mit einem Touristenviusm, das drei Monate gültig ist. Sollte das Praktikum diese Zeit überschreiten, hilft die Deutsche Botschaft in Tuns und das tunesische Außenministerium. Folgende Impfungen werden von Tropenärzten für Tunesien empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Hepatitis A und B, Meningitis und Tollwut. Eine Malaria Prophylaxe ist nicht zwingend notwendig

Kontakt
Ein Praktikum an der Deutsch-Sektion der Faculté des Lettres wäre im Deutschunterricht angesiedelt und dauert drei Monate. Es beginnt zu Semesteranfang entweder im September oder im Februar. Interessierte melden sich bitte bei:
Dr. Michael Fisch, DAAD-Lektor an der Université La Manouba, Faculté des Lettres, des Arts et des Humanités (Section d’Allemand), 2010 La Manouba, TUNISIE, Email: michael-fisch@web.de.

Stand: 03.2014


             Uganda


 

Carolin Christgau (nicht DAAD)

   Druckversion

 

 

Goethe-Zentrum Kampala / UGCS
6 Mackinnon Road
Nakasero
phone: 0414 533410

 

 

1 Kurzbeschreibung der Praktikumsinstitution

Das Goethe-Zentrum Kampala / Ugandan German Cultural Society ist eine unpolitische und gemeinnützige Organisation. Unsere Kernaufgabe besteht in der Förderung deutsch-ugandischer Beziehungen, die wir durch kulturelle Veranstaltungen und Deutschkurse verfolgen.
In unserem Sprachbereich arbeiten der Leiter der Sprachabteilung und neun ugandische Honorarlehrkräfte sowie die Rezeptionistin und die Buchhalterin. Wir unterrichten in unseren Standardkursen mit Schritte International, darüber hinaus unterrichten wir Privatstunden sowie Kinderkurse DAF und DAZ und Kiswahili und Luganda.

2 Praktikumsdurchführung

Wir suchen DAF-Studenten im höheren Semester bzw. Absolventen die Interesse haben am GZ Kampala für 1 oder 2 Terms (je drei Monate) als Honorarlehrkräfte zu arbeiten. Die Lehrtätigkeit wird nach lokalem Tarif vergütet und erlaubt den Praktikant/innen sich ihren Aufenthalt in Kampala zu (teil)finanzieren.
Für das Praktikum als Lehrkraft suchen wir engagierte Menschen mit Unterrichtserfahrung und DAF-Kenntnissen bzw. Abschluss. Sehr gute Englischkenntnisse sind unerlässlich.
Das Praktikum findet in Koordination mit dem Leiter der Sprachabteilung statt und setzt eine selbstständige Unterrichtsvorbereitung voraus sowie das Unterrichten nach den Maßstäben des GZ Kampala. Der Einsatz als Lehrkraft setzt die Hospitation bei erfahrenen Lehrkräften des GZK voraus. Die Unterrichtsvorbereitung wird von unserem Sprachleiter koordiniert und betreut, außerdem wird der Unterricht evaluiert um eine größtmögliche Weiterbildung der Praktikant/innen zu erzielen.
Die Mitarbeit in unserem kleinen Team setzt ein besonders hohes Maß an Flexibilität, Engagement und Offenheit voraus. Im Gegenzug bieten wir die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten und fundierte Lehrerfahrungen im international anerkannten Goethe-Zentrum zu sammeln.

3 Allgemeine Informationen

Ein Praktikum in Uganda ist vor allem aufgrund der einzigartigen und faszinierenden Kultur ein Erlebnis. Das Leben in der Hauptstadt Kampala ist auch für allein reisende Frauen unproblematisch. Wohnmöglichkeiten lassen sich oft sehr schnell finden, z.B. in Gästehäusern oder internationalen WGs. Das Goethe-Zentrum hilft gern bei der Suche. Die Lebenshaltungskosten sind gering, mit 250€/ Monat kommt man hier gut aus. Weitere Informationen zu Uganda findet Ihr unter www.auswaertiges-amt.de und zum Goethe-Zentrum unter www.goethe.de/kampala.
Fragen sowie Eure Bewerbungen richtet bitte an: language@goethezentrumkampala.org!

Stand: 10.2013